Musik Grüezi miteinander, ich begrüsse Sie ganz herzlich zu einer weiteren Ausgabe von Weltwoche Daily, speziell Meilensteine der Schweizer Geschichte. Mein Name ist Roman Ziller, neben mir bereits steht schon Prof. Christoph Mörgli, der Weltwoche-Haushistoriker. Prof. Mörgli, lieber Christoph, wir sind hier in Lachen, hinter uns ein Hotel, das Hotel Bären, Was ist heute der Meilenstein der Schweizer Geschichte? Grüezi miteinander. In diesem Hotel Bären, in diesem Gasthof in Lachen am oberen Zürichsee an der Marktstrasse hat ein bedeutender Politiker gewirtet. Er war gleichzeitig auch Arzt, Mediziner und eben in den damaligen politischen Streitigkeiten und Kämpfen sehr, sehr engagiert. Und zwar... auf liberaler, auf später freisinniger Seite, wie man das dann nannte. Und es handelt sich um Melchior Diethelm, der im Jahr 1800 geboren ist und im Jahr 1873 verstarb. Was ist die zentrale Leistung von Melchior Diethelm? Was macht diese Person zu einem Meilenstein der Schweizer Geschichte? Es hätte niemand Melchior Diethelm an der Wiege gesungen, dass er... diese Karriere macht. Er ist in mittelständischen bäuerlichen Verhältnissen aufgewachsen, in Schübelbach nebenan hier. Er war nicht in eine reiche Familie geboren, man war auch nicht wirklich arm. Es reichte also den jüngstgeborenen Melchior in dieser Familie Diethelm zum Studium zu schicken. Er hat die Lateinschule besucht, konnte dann das Lyzeum in Luzern besuchen und Da hat ihn ein... Politiker, ebenfalls Mediziner, sehr, sehr stark beeindruckt als Lehrer. Und das war Ignaz Paul Vital Troxler. Wir werden noch von ihm sprechen. Er konnte dann Medizin studieren, Freiburg im Breisgau. Da gingen viele Katholiken hin zum Studium. Er ist wahrscheinlich auch noch in Wien gewesen, aber da gibt es keine Nachweise in den Matrikeln. Und er kehrte dann als Dr. Diethelm zurück. wie das üblich war bei Ärzten nach dem Staatsexamen, auch wenn er nie eine Doktorarbeit geschrieben hat. Und was hat er dann gemacht? Womit hat er sich quasi in die Annalen der Schweizer Geschichte vermerkt? Er hat politisch stark einen Aufstieg genommen in diesen sehr bewegten Zeiten. Er hat 1827 hier begonnen als Arzt in Lachen. Er hat dann 1846 das Gasthaus hinter uns übernommen. Damals war das wichtig, dass man ein Restaurant führte, ein Wirt war, um zu politisieren. Da wurden natürlich auch die Meinungen gemacht und er war eben ein Liberaler. Und die Liberalen waren eigentlich eine Minderheit in diesem doch eher katholisch-konservativ geprägten Land Schweiz, wie es noch hieß, oder eben auch Kanton Schweiz. Und in jenen Zeiten war... Die Spannung zwischen dem äusseren Land Schweiz und dem inneren Land Schweiz außerordentlich stark. Das begann 1830, als sich in der ganzen Schweiz die liberalen Ideen dann verdichteten und auch durchsetzten, als dann eben die Verfassungen in den Kantonen kamen. Da regte sich auch einiges in Schweiz und die Ausserschwyzer, hier die Märchler, die wollten eben gleichberechtigt werden mit den früheren Herren. Man war da durchaus selbstbewusst, hat Forderungen gestellt, hat sogar auch eine Kantonsteilung erwogen. Melchior Diethelm war immer an der Spitze dabei. 1833 war es dann soweit, man hat für kurze Zeit Ausserschwiz von Innerschwiz getrennt, so wie sich eben damals auch Basel-Land und Basel-Stadt getrennt haben. War das ein blutiger, fast schon Bürgerkrieg? Ausserschweiz gegen Innerschweiz haben die sich regelrecht auf den Deckel gegeben? Oder wie kann man diese Spannungen versinnbildlichen? Es war wirklich eine sehr, sehr unruhige Zeit. Man hat sich zu Landsgemeinden getroffen dann. 1834 verlief vor allem eine Landsgemeinde dramatisch. Und Melchior Diethelm als Vertreter der Radikalen, der Liberalen, wurde auch am Sprechen gehindert, wurde niedergeschrien. Damals war die Kantonsteilung schon kein Thema mehr, man wollte sich wieder zusammenraufen und Melchior Diethelm ist sogar körperlich dann angegriffen worden. Er wurde misshandelt und ist in einem Zug dann sicher auch erschreckt und in etwas panischem Zustand von diesem Landsgemeindeort dann nach Lachen zurückgekehrt. Wie hat sich die Stimmung wieder gelegt? Wie hat man sich zu dieser Zeit versöhnt, ausgesöhnt? Und warum hat sich die Lage beruhigt? Das ging noch einigermassen lange. Melchior Dirthelm wurde Bezirkslandermann hier. Man hat ihm gesagt, Landhammer Kruselkopf. Er hatte wirklich ein Kraushaar bis zuletzt, einen ganz auffälligen Wuschelkopf, der ihn eben auszeichnete und über den man ihn dann auch definierte. Und er war ein Origineller, ein sehr guter Schreiber auch. Er war ein Kämpfer, ein Überzeugter. Von den freiheitlichen Ideen, vom Fortschritt auch, vom technischen Fortschritt selbstverständlich. Er war ein Mann der Bildung, er wollte überall eine bessere Bildung des Volkes erreichen. Das lag ihm am Herzen. Und für diese March in Ausserschwiz hat er sich ausserordentlich eingesetzt als Bezirkslandermann. Er unterlag dann aber in den 30er Jahren, weil doch die Konservativen das Übergewicht hatten in diesem Kanton. Es war dann vor allem ein Landermann Abiberg, der sein Gegenspieler war überhaupt, der Gegenspieler der Liberalen auf Konservativen. Aber ein Höhepunkt im negativen Sinn sollte dann erst noch 1838 kommen. Was für ein Höhepunkt? Das war eine Landsgemeinde in Rotenturm, die vollkommen ausartete und zu einer eigentlichen Massenschlägerei wurde. Warum? Man stritt sich über die Nutzung der Almentrechte. Und zwar stritten sich auf der einen Seite die Besitzer von Grossvieh, von Kühen. Das waren wirkliche grössere Bauern. Das war dann auch das Kloster Einsiedeln auf dieser Seite. Das war die konservative Seite, die sogenannten Hörner. Und auf der anderen Seite waren die sogenannten Klauen. das waren jene, die nur Kleinvieh besaßen, also eher Handwerker, Nebenamtliche, Bauern, Kleinbauern und eben auch sehr viele Hintersäßen, die nicht volle Rechte hatten, volle Bürgerrechte. Und für die setzen sich die Liberalen ein. Zuvorderst Melchior Diethelm und bei dieser Landsgemeinde in Rotenturm haben sich die Hörner und die Klauen dermassen gehasst und gerieten sich in die Haare. dass es zu einer Warnschlägerei ausartete. Es musste eine eidgenössische Intervention dann kommen, um wieder einigermassen Frieden herzustellen. Also das waren wirklich schlimme Zeiten. Und die Landsgemeinde, der Ruf sogar des ganzen Kantons, hat enorm gelitten, sodass dann in Schwyz die Landsgemeinde 1848 endgültig abgeschafft wurde. Diethelm. Die Bedeutung von ihm für Schweiz, das haben wir jetzt mehr oder weniger umrissen. Was war seine Bedeutung für die Nation, für den Bund, für den Sonderbund? Gibt es da auch Geschichten? Müssen wir da etwas wissen, was ihn geprägt hat oder wie er die Schweiz geprägt hat als Ganzes? Der Höhepunkt kommt jetzt erst von seinem Wirken und auch seiner Bedeutung für die heutige Schweiz. In der Schweiz, die Zentralschweiz, auch zusammen noch mit Freiburg und Wallis, münden ja jetzt im Sonderbundskrieg. Man ist nicht mehr einverstanden mit dem liberalen Gedankengut. Man versucht sich wieder abzuschotten. Man hat teilweise auch den Anschluss an ausländische Mächte gesucht, an katholische Mächte. So gesehen war es eine Zeit grösster Spannungen. Als man dann auch Klöster aufhob, wurde es vor allem für die Katholischen, Katholiken unter den Liberalen einigermassen schwierig, auch für Melchior Giertel. Er hat sich dann etwas zurückgehalten, wurde übrigens im Sonderbundskrieg dann noch als Bataillonsarzt eingesetzt. Am Anfang meinte man, weil er etwas verspätet kam, er wolle desertieren und habe auch Kontakt zum Feind. Er musste dann sogar Gefängnisstrafe erleiden. Also es war eine bewegte Zeit, er hatte aber das Gefecht bei Gizikon im Sonderbundskrieg als Arzt. miterlebt und sah daneben und erlebte den Sieg der liberalen Sache. Und das trug ihn dann auch empor in die eidgenössische Tagssatzung, weil die Konservativen zurücktreten mussten, was die Führung betrifft, und eben auch überhaupt aufs Abstellenleistern kamen vorübergehend. Melchior Diethelm aber wurde Tagssatzungsgesandter und nicht nur das, er wurde in die 23-köpfige Revisionskommission gewählt. die nun die neue Bundesverfassung ausarbeitete ab Februar 1848. Was war da seine Rolle in dieser Revisionskommission? Was war der Auftrag, sein Wirken, sein Beitrag? Vorerst hat er sich nicht sehr oft geäussert, er war auch oft abwesend, weil es politisch hoch zu und her ging hier im Kanton Schwyz und er auch da seine liberale Leute und seine Leute... die hinter ihm standen, wirklich hinter sich bringen musste. Aber er hat dann ein sehr entscheidendes Votum gehalten, in dem eben in dieser Revisionskommission irgendwann der tote Punkt kam. Man kam nicht mehr weiter, man zerstritt sich, nämlich in der Frage der Repräsentation. Wie soll das Schweizer Volk im Parlament abgebildet werden? Die Radikalen und Liberalen... waren der Meinung, nur das Volksmeer ist jetzt maßgebend. Und die Konservativen dachten, wir wollen alles beim Alten behalten. Jeder Kanton hat eine, die gleiche Stimme. Und irgendwo kam es da nicht zu einem Kompromiss. Bis dann eben Melchior Diethelm am 22. März 1848 sagte, wir machen ein Zweikammersystem nach amerikanischem Vorbild. Das war ursprünglich die Idee. seines Lehrers Troxler, der auch eine entsprechende Schrift verfasst hat. Die hat Melchior Diethelm organisiert, studiert, auch verteilt unter seinen Kollegen. Und so gesehen war dann sein Votum ganz entscheidend, indem sich die Tagsatzung auflöste. Man empfahl, diese Idee zu überlegen. Man traf sich dann auf der Schmieden in Bern, hat das diskutiert. Am nächsten Tag wurde dieses Zweikammersystem, so wie es Diethelm vorgeschlagen hat, beschlossen. Und dieses Zweikammersystem war ein wahrer Segen für die Schweiz. Dieser Kompromiss hat eigentlich die Nation zusammengehalten und das funktioniert bis heute. Zweikammersystem ausgehend von Amerika. Was hat die Thelm gepackt, fasziniert vom Land? Über den Atlantik, wie ist er überhaupt darauf gekommen, wie wurde ihm das übermittelt? Kannst du vielleicht das noch ein bisschen ausführen, der Einfluss von Amerika für das System der Schweiz? Das hat er schon über sein Lehrer Troxler mitbekommen und hat das dann auch verbreitet unter seinen Kollegen. Da war Troxler der entscheidende Vordenker, aber er hat es in die Tagssatzung hineingetragen und sein Votum hat offensichtlich sehr, sehr stark beeindruckt. Es waren immer noch einige. Dagegen auch der Zürcher Jonas Furrer, der erste Bundespräsident, hat sich dagegen ausgesprochen. Aber es war eine stattliche Mehrheit dann am 23. dieses Monats, die sich dann eben dafür ausgesprochen haben. Und da kam man dann auch weiter mit dieser Revisionskommission. Aber Melchior Diethelm musste gleichzeitig erleben, dass er aus sämtlichen Ämtern abgewählt wurde. Er ist aus dem Kantonsrat abgewählt. Er verlor seine Ämter im Bezirk, weil eben die Konservativen zurückkehrten und der Kanton Schwyz hat auch die Bundesverfassung massiv abgelehnt. Da war man also nicht bereit, dieses neue Experiment mitzumachen. Melchior Diethelm kannte natürlich die Stimmung und er hat für den Kanton gerettet, was zu retten war, nämlich eben die Standesvertretung, die Standesstimme, den Ständerat als zweite gleichberechtigte Kammer. Du hast von dem genialen Zweikammersystem gesprochen, das die Schweiz immer noch prägt. Warum ist dieses Zweikammersystem aus deiner Sicht so essentiell, so wichtig, so bedeutend für die Schweiz? Die Schweiz ist eben ein Zusammenschluss von ehemals souveränen Staaten, von Kantonen. Das geht immer wieder vergessen und das war auch die Möglichkeit, dass sich die verschiedenen Lager nach dem Sonderbundskrieg so schnell aussöhnen konnten. das Erfolgsrezept dieses Bundesstaates, was eigentlich niemand erwartet hätte, dass sich eben die Eidgenossenschaft so schnell wieder zusammenfindet, so schnell erholt. Das gilt übrigens auch für den Kanton Schwyz und da hat auch Melchior Diethelm eine enorme Rolle mitgespielt. Schwyz, das eben etwas abseits dann plötzlich war, dass man nicht mehr so gern mochte nach diesem Sonderbundskrieg wegen der konservativen Haltung. die eben da den Fortschritt verneinte. Schweiz hat dann sehr rasch wieder zu verfassungsmässigen Zuständen zurückgefunden und hat sich wieder in diesen Bund aufs Schönste eingefügt und wurde zu einem erfolgreichen Kanton. Weisst du, was für Varianten? Man hat ja in dieser Revisions-Tagsatzung, in dieser Revisionskommission hat man ja sicher Varianten diskutiert. Was wurde verworfen? zu Ungunsten des Zweikammersystems? Weisst du, was da diskutiert wurde? Was wäre die Alternative zum Zweikammersystem gewesen? Es gab die Alternative nur eine Volksvertretung, also Repräsentation nach Kopfzahl, wo man die Kantone gar nicht mehr berücksichtigt hätte. Das war die radikale Variante der extremen Liberalen, möchte ich mal sagen. Und es gab natürlich die Anhänger, die Die alte Schweiz noch immer bewunderten, die nichts verändern wollten, die also sagten, ein Kanton ist eine Stimme, wir behalten im Wesentlichen die alte Tagsatzung mit vielleicht zwei Abgesandten pro Kanton, so dass alle gleichberechtigt sind. Das hätte natürlich die Kleinen dann massiv bevorteilt, aber Diertel musste einsehen, dass die Liberalen hier nicht mehr Hand boten für eine solche Lösung. Es musste ein Kompromiss gefunden werden. Hat man die Genialität dieses Vorschlags, dieses Vorstosses von Birthilm zu dieser Zeit erkannt? Oder war das... Wie du gesagt hast, im Kanton Schweiz, wo er überall abgewählt wurde, wurde das erst mit der Zeit gewürdigt? Ich würde meinen, erst in neuerer und neuester Zeit hat man die Leistung von Melchior Diethelm eigentlich richtig entdeckt. Rolf Hollenstein hat hier eine grosse Rolle gespielt, der die ganzen Verfassungskämpfe und auch die Diskussionen in der Kommission nachgezeichnet hat. Auch die überragende Rolle des Präsidenten. von Ulrich Ochsenbein, diesem Berner. Aber es ist wirklich so, dass Melchior Diethelm sogar selber die Spuren etwas verwischt hat über sein Mitwirken. Er hat nämlich seinem Landermann geschrieben, es hätte sich dann eine Stimme erhoben zugunsten des Zweikammersystems, von der man es nicht erwartet hätte. Er hat aber nicht geschrieben, ich war es. Denn er wusste, ihm kam die Welt. Am Ton kommt das nicht so gut an. Ich muss ja hier weiterhin existieren können. Ich will vielleicht doch in der Region noch weiter Politik machen. Und das hätte ihm wirklich bei den eigenen Leuten geschadet. Später wollte dann Troxler wissen, als er bereits ein Greis war, wie war es da genau in den frühen 1860er Jahren. Und auch da hat Melchior Diethelm gesagt, ja, eigentlich hätte ich schon den Vorschlag gemacht. Ich habe es dann auch getan. Aber... Es war dann doch so, dass vor allem Munzinger das begrüsst hat und Munzinger hat es durchgesetzt. Wir wissen heute, das stimmt nicht. Munzinger hat vorher gesprochen, Munzinger hatte da nichts mehr zu sagen. Melchior Diethelm ging sogar so weit, dass er einen Antrag stellte, man solle dieses Zweikammersystem verwerfen, man solle doch die alte Lösung wieder wählen. Da hat er nur zwei Stimmen, er wusste genau, dass er unterliegt, aber konnte so zu Hause sagen, ich habe dann Wacker. gekämpft für unseren Kanton. Was war das für ein Typ? War der bescheiden? Ein Tiefstapler? So scheint es mir zumindest. Was war er? Wie würdest du Melchior Dietl charakterisieren? Ich glaube, er war schon bescheiden. Er war sehr überzeugt. Er war auch feurig in der Sache. Er war vielleicht auch ein Stück weit kompromisslos. Er war ein Kämpfer für den Liberalismus. Gleichzeitig ein sehr beliebter und gesuchter Arzt hier in der Gegend. Man hat ihn respektiert, weil er nicht korrupt war. Das war damals nicht selbstverständlich bei Politikern. Er hatte eine gerade Linie und er war charakterfest. Wie geht es weiter im Leben von Melchior Diethelm? Du hast gesagt, er wurde seinen Ämtern enthoben, wurde abgewählt. Was blieb ihm? Er wurde dann Kantonsrichter wieder auf kantonaler Ebene, hat dann aber nur noch lokal. politisiert. Das heisst, er wurde wieder Bezirkslandamann, er wurde zweimal Gemeindepräsident von Lachen, er war auch in der Bezirksschulpflege sehr aktiv Präsident und hat überall die Bildung wirklich gefördert, hat hier in Bären eben eine Wirtschaft geführt, hatte elf Kinder insgesamt, nicht alle haben das Erwachsenenalter erreicht, fünf Söhne haben später auch politisiert. Und dieser Bären, wie er hinter uns steht und bis in die 1880er Jahre von der Familie Diethelm geführt wurde, war das Zentrum der Liberalen eigentlich noch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein. Heute? Was ist heute in diesem Hotel Bern? Ist das noch aktiv? Wird das noch betrieben? Es ist ein Neubau entstanden, hinten dran. Ich glaube, das wird als Hotel betrieben. Hier vorne kann man Zimmer mieten. Es ist etwas eingeschlafen, wie es den Eindruck macht, aber ich kenne hier die Situation im Detail auch nicht ganz genau. Jedenfalls ist nicht mehr die Familie Diethelm hier, schon sehr, sehr lange nicht mehr. Diethelm, das möchte ich doch noch betonen, hat auch eine grosse Rolle gespielt in der Eisenbahnfrage. Er hat sich nämlich massivst eingesetzt, dass seine March, dieser Bezirk, berücksichtigt wird bei der Streckenführung Zürich-Kur. Da wollte man ursprünglich auf der anderen Seite des Zürichsees die Strecke führen und er hat durchgesetzt, dass die March da nicht umfahren wird. Und das war sicher für die spätere Entwicklung dieser... Region ausser Schweiz überaus wichtig. Also ein ökonomischer Segen für die ganze Region sozusagen. Das kann man sagen. Heute ist ja diese Marsch einstmals wirklich etwas rückständig, noch wirtschaftlich enorm erfolgreich. Überhaupt der Kanton Schweiz auch steuerlich, was die Finanzpolitik betrifft, viele Firmen angezogen, viele Einzelpersonen. Das macht diesen Kanton Schwyz aus, diese Mischung von sehr wohlhabenden Leuten hier in Ausserschwyz am Zürichsee, in dieser Region am Obersee und dann eben auch im inneren Kantonsteil die Hellebarden-Schwyzer, also die alten Schweizer, die Urschweizer mit ihrer entsprechenden Überzeugung. Was haben wir noch vergessen? Was gibt es über Melchior Diethelm sonst noch zu sagen? Über Schweiz, Lachen, das Zweikammersystem, haben wir das einigermassen abgedeckt? Ich hoffe, wir haben das in aller Kürze abgedeckt. Es ist wichtig, dass die Verdienste von Melchior Diethelm gewürdigt werden, nicht zuletzt auch im Kanton Schweiz. Das hat man getan. Es gibt eine siebenbändige Schweizer Geschichte. Allerdings habe ich da im Register den Namen Melchior Diethelm nicht gefunden. Man hat ihn, so wie ich es sehe, einfach übergangen oder übersehen. Ist vielleicht ein Flüchtigkeitsfehler, denn im Text kommt er durchaus vor, aber im Register findet man ihn nicht. Lieber Christoph, ganz herzlichen Dank für deine Ausführungen. Ihnen danken wir für die Aufmerksamkeit, wünschen Ihnen ein wunderschönes Wochenende und bis zum nächsten Mal bei den Meilensteinen der Schweizer Geschichte. Und nun viele Vergnügen im weiteren Programm. von Weltwochenday. Vielen herzlichen Dank.
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