Eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung spricht sich für strengere Regeln auf sozialen Netzwerken aus. Das teilt das Marktforschungsinstitut Marketagent mit. In einer Umfrage befürworteten 83 Prozent der Befragten ein gesetzliches Mindestalter für die Nutzung sozialer Plattformen.
Nach Einschätzung der Befragten wiegen die Risiken von Social Media für Kinder und Jugendliche doppelt so schwer wie die Vorteile. Chancen wie soziale Teilhabe, Kommunikation, digitale Kompetenzen oder der Zugang zu Wissen treten laut Umfrage deutlich hinter Gefahren wie sexueller Belästigung, Suchtverhalten, übermässigem Konsum oder Cybermobbing zurück.
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Als besonders riskant stuften die Befragten die Plattform Tiktok ein. Dahinter folgen Snapchat und Instagram, die in der Wahrnehmung etwa gleich problematisch bewertet wurden.
Das gewünschte Mindestalter für soziale Netzwerke liegt laut Umfrage bei 15 Jahren. Auch unter den 14- bis 19-Jährigen ist die Zustimmung hoch: Rund 81 Prozent dieser Altersgruppe befürworten ein gesetzliches Mindestalter.