Mehrheit der Deutschen sieht in AfD keine Gefahr für die Demokratie. Ich würde noch weiter gehen: Ich bin froh, dass es die Partei gibt!
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Mehrheit der Deutschen sieht in AfD keine Gefahr für die Demokratie. Ich würde noch weiter gehen: Ich bin froh, dass es die Partei gibt!

Bei einer vom Online-Umfrageservice Opinary für Focus online durchgeführten Umfrage «Ist die AfD eine Gefahr für die Demokratie?» votierten 68 Prozent von 120.835 abgegebenen Stimmen mit «nein». Nur 26 Prozent antworteten mit «ja». (Stand 2.6.23, 18:49)

Nun ist diese Umfrage nicht repräsentativ, aber die Nutzer von Focus online dürften zur vielbeschworenen «Mitte der Gesellschaft» gehören. Es ist schwer vorstellbar, dass sich diese Zahlen bei einer repräsentativen Umfrage massiv verschieben.

SWEN PFÖRTNER / KEYSTONE
Mehrheit der Deutschen sieht in AfD keine Gefahr für die Demokratie. Ich würde noch weiter gehen: Ich bin froh, dass es die Partei gibt!
SWEN PFÖRTNER / KEYSTONE

Ich würde weitergehen als die Mehrheit der Befragten: Die AfD ist derzeit (fast) das einzige Bollwerk für Demokratie und Rechtsstaat in Deutschland. Denn beide sind bedroht: ein Parteienkartell aus Union, Grünen, SPD und FDP vertritt bei Energiewende, Ukraine-Krise, Gender-Mainstreaming, EU-Politik und vielen anderen Punkten eine ziemlich einheitliche Meinung. An sich wäre dies keine bedenkliche Entwicklung, wenn ein offener Dialog zugelassen würde.

Bedenklich ist, dass die Opposition – und das ist vor allem die AfD – ausgegrenzt sowie medial ausgeschlossen und diffamiert wird.

Bedenklich für die Demokratie ist auch die Nähe von Bundesverfassungsgericht und Bundesregierung sowie der oftmals ausgehebelte Föderalismus, was in der Pandemie deutlich zu beobachten war. Bedenklich ist schliesslich die Macht der Parteien, die Bundespräsident Richard von Weizsäcker schon in den 1980er Jahren kritisiert hatte.

In den letzten Jahren hatte ich die Gelegenheit, das Innenleben der Partei als Beobachter kennenzulernen. Mein Eindruck: In der AfD befinden sich im Vergleich zu den anderen Parteien sehr viele Mandatsträger, die zuvor einen normalen Beruf ausgeübt haben. Diese Menschen sind bürgerlich sozialisiert – und nicht durch den Parteienstaat und eine Funktionärskarriere. In der AfD wird mehr diskutiert und um Inhalte gerungen als in den zunehmend zentralistisch ausgerichteten anderen Parteien – gelegentlich mit Ausnahme der Partei Die Linke.

Die AfD steht uneingeschränkt zur parlamentarischen Demokratie, zum Grundgesetz und zur Gewaltfreiheit. Einzelne Mitglieder überschreiten diese Grenze gelegentlich, auch in anderen Parteien. In der AfD werden sie disziplinarisch belangt, bis zum Parteiausschluss. Die AfD bringt im Bund und in den Länderparlamenten zahllose Gesetzesinitiativen ein. Alle anderen Parteien verweigern die Zusammenarbeit, übernehmen aber oftmals später diese Initiativen oder Teile davon. Von den grossspurigen Ankündigungen, die AfD inhaltlich stellen zu wollen, ist nichts übriggeblieben.

Während der Covid-Pandemie war es die AfD, die sich für die Grundrechte starkgemacht hat, zuerst zögerlich, dann immer deutlicher. Auch ansonsten ist es vor allem die AfD, die die Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien anmahnt. Ich bin froh, dass es die AfD gibt.

Max Otte ist Unternehmer, Investor und politischer Aktivist. 2022 trat er als CDU-Mitglied auf Vorschlag von AfD-Mitgliedern der Bundeversammlung als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten an. Er erhielt mehr Stimmen, als AfD-Vertreter in der Bundesversammlung anwesend waren, und hatte den zweithöchsten Stimmenanteil nach Frank-Walter Steinmeier.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.