Die Mehrheit der Bürgergeld-Empfänger hat zuletzt nicht aktiv nach Arbeit gesucht. Dies zeigt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. 57 Prozent der rund tausend Befragten gaben an, im zurückliegenden Monat keine Jobsuche unternommen zu haben. Am häufigsten nannten sie gesundheitliche Probleme sowie fehlende passende Stellen. Drei Viertel der nicht Suchenden verwiesen auf psychische oder chronische Erkrankungen, knapp die Hälfte auf «zu wenige passende Stellen».
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Ein weiteres Viertel erklärte, eine Jobsuche würde die finanzielle Lage nicht verbessern. 22 Prozent seien durch die Pflege von Kindern oder Angehörigen gebunden, 11 Prozent hielten sich mit «Gelegenheitsarbeiten» über Wasser. Insgesamt berichteten 45 Prozent aller Befragten von gesundheitlichen Einschränkungen. 43 Prozent hatten nach eigenen Angaben noch kein Stellenangebot vom Jobcenter erhalten, 38 Prozent keine Weiterbildungsangebote.