70 Prozent der Briten wären im Falle eines militärischen Angriffs auf das Vereinigte Königreich nicht bereit, für ihr Land zu kämpfen. Dies zeigt Umfrage für die britische Zeitung Express. Nur 30 Prozent erklärten, im Ernstfall kämpfen zu wollen. Besonders ausgeprägt ist die Ablehnung bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 34 Jahren.
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Bemerkenswert: Das britische Militär leidet derzeit unter massivem Personalmangel. Seit 2010 ist die Truppenstärke von 110.000 auf unter 74.000 gefallen – eine Zahl, die nicht einmal mehr ausreicht, um das Wembley-Stadion zu füllen. Der Rekrutierungskonzern Capita verfehlte im Vorjahr die Zielvorgaben so deutlich, dass Experten von einem «nationalen Sicherheitsrisiko» sprechen.
Laut einer aktuellen strategischen Verteidigungsanalyse der Regierung sei die gesellschaftliche Entfremdung vom Militär das Resultat «jahrzehntelanger Auslandseinsätze» und des schleichenden Personalabbaus. Um dem entgegenzuwirken, plant das Verteidigungsministerium den Ausbau der Kadettenprogramme sowie eine verstärkte Kooperation mit dem Bildungsministerium.