Die Gemeindeverantwortlichen von Crans-Montana haben am Dienstag den Befreiungsschlag gewagt. Er werde in «aller Transparenz» kommunizieren, sagte Gemeindepräsident Nicolas Féraud (FDP) zu Beginn der Pressekonferenz. Er konnte sein Versprechen nicht halten.
So ist weiterhin unklar, warum die damaligen Behörden den Umbau der Bar «Le Constellation» im Jahr 2015 mit dem Schaumstoff an der Decke abgenommen haben. Weiter hat Féraud eingestanden, dass die Gemeinde in den Jahren zwischen 2020 und 2025 gar keine Brandschutzkontrollen mehr durchführte in der Bar.
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Noch wenige Stunden nach der Katastrophe hatte Feraud versichert, dass die Gemeinde regelmässige Kontrollen durchführe. Féraud musste teils auf gemachte Aussagen zurückkommen. Völlig daneben war seine Begründung, warum die Gemeinde als Zivilklägerin auftritt.
Man fühle sich auch als Opfer, sagte Féraud. Zudem liess er anklingen, dass die Destination aufgrund des Imageschadens mit Umsatzeinbussen rechne. Ein Affront gegenüber den wirklichen Opfern, den Verstorbenen und Verletzten, und ihren Angehörigen.