Einmal mehr verglüht ein Konservativer in der Lavahitze der deutschen Geschichtspolitik. Der AfD-Spitzenkandidat Maximilian Krah verweigerte sich in einem Interview mit einer linken italienischen Tageszeitung dem Vorwurf, die Deutschen sollten sich aufgrund des Zweiten Weltkriegs pauschal ihrer Vorfahren schämen. Der Jurist beharrte auf einer strengen Einzelfallprüfung, auf Nachfrage auch im Zusammenhang mit der Terrortruppe SS. Es habe da zwar viele Verbrecher gegeben, aber nicht alle seien gleichermassen zu verurteilen. Krah erwähnte insbesondere den deutschen Schriftsteller Günter Grass, moralischer Leuchtturm und Vorzeigeliterat der Linken in der Bundesrepublik, allerdings auch, wie ...