Immer mehr Details über das Wirtepaar der Todes-Bar in Montana kommen ans Tageslicht. Wie Le Parisien berichtet, sei der Mann, ein Korse, der französischen Justiz bekannt. Vor 30 Jahren sei er im Rahmen von Zuhälterei aufgefallen. Jahre später habe er eine Haftstrafe unter anderem wegen Betrugs, Entführung sowie Freiheitsberaubung abgesessen – klassische Mafia-Aktivitäten. Gemäss einer Polizeiquelle werde der Mann seit geraumer Zeit nicht mehr dem Spektrum des organisierten Verbrechens zugeordnet, heisst es bei Le Parisien weiter.
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Auch wenn sich diese Informationen auf die Schnelle nicht verifizieren lassen: Das Wirtepaar hatte auch in der Gastro-Szene von Montana einen zweifelhaften Ruf. Dieser wurden in den letzten Stunden mehrfach bestätigt, wonach vor allem junge Menschen gegenüber Medien sagten, dass die Bar bekannt dafür war, dass man bei der Alterskontrolle sowie den Sicherheitsmassnahmen mehrfach ein Auge zudrückte.
Einheimische von Montana berichten der Weltwoche, dass es im Lokal zumindest früher einen zweiten Ausgang gab. Es wird indes spekuliert, dass der Raum dahinter vom Wirtepaar als eine Art Abstellkammer benutzt wurde. Sicherheitsdirektor Stéphane Ganzer sprach an der Medienkonferenz ebenfalls von einem zweiten Ausgang. Warum dieser von den Gästen offensichtlich nicht oder kaum benutzt wurde, ist unklar.
Ein früherer Resident-DJ des Lokals sagte gegenüber französischen Medien, dass er während seiner Anstellung seitens Wirtepaar nie etwas von einem Notausgang gehört habe. Für die Gemeindebehörden häufen sich nun die unbequemen Fragen nicht nur was den Brandschutz und dessen Kontrolle betrifft. Hätte man nicht auch das Wirtepaar selbst besser durchleuchten müssen? Wer sind die Leute, bei denen die Dorfjugend und die jungen Touristen die Nächte feierten?