Kurzer Blick in die Wetterprognose: Im Rhein-Main-Gebiet wird es morgen heiss. Bis zu 36 Grad. Am Donnerstag soll das Thermometer wieder auf 28 Grad fallen. Noch entspannter ist die Lage in München. Das wird es morgen nur 33 Grad, und in der kommenden Woche sollen die Temperaturen um die 23 Grad liegen. Noch kühler ist es in Hamburg.
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Doch die Medien und die Politik laufen Amok. Hitzerekord! Hitzetote! Dürre! Klimakatastrophe! Und damit es auch der Letzte kapiert, gibt es die passende politische Botschaft gleich noch im Klartext hinterher: Klimawandel-Leugner würden die Gefahr verharmlosen.
Den Vogel schiessen erwartungsgemäss die Grünen ab. Die Bundestagsfraktion der Partei fordert von den Arbeitgebern «angepasste Arbeitszeiten, längere und bezahlte Pausen, Verschattung und Sonnenschutz, Ventilatoren oder die kostenlose Bereitstellung von Getränken». Würden die Unternehmen diesen Pflichten nicht nachkommen, «müssen die Arbeitnehmenden ein Recht auf Hitzefrei haben».
Es ist peinlich bis abstossend, wie die Klimaentwicklung hier dramatisiert und politisch instrumentalisiert wird. Denn den Mahnern in den Medien geht es genauso wenig um das Wohl der Menschen wie den Grünen. Vielmehr soll die Temperatur-Entwicklung genutzt dazu werden, eine linke gesellschaftspolitische und ökonomische Agenda durchzusetzen.
Es ist immer wieder dasselbe Spiel. In schon zynischer Weise benutzen linke Ideologen berechtigte Anliegen, um die Gesellschaft in ihrem Sinne umzubauen. Würden rechte Parteien so verfahren – etwa in der Flüchtlingsfrage –, wäre das aus Sicht der Linken natürlich menschenverachtend. Die Heuchelei des linken Lagers ist schwer erträglich.