Martin Renner, der Erfinder der AfD, blickt auf sein Werk, Jan van de Beek spricht über die Folgen der Massenmigration, Matthias Matussek liest Franz Kafka und ist erleuchtet
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Martin Renner, der Erfinder der AfD, blickt auf sein Werk, Jan van de Beek spricht über die Folgen der Massenmigration, Matthias Matussek liest Franz Kafka und ist erleuchtet

Martin Renner, der Erfinder der AfD, blickt auf sein Werk, Jan van de Beek spricht über die Folgen der Massenmigration, Matthias Matussek liest Franz Kafka und ist erleuchtet

Sie ist derzeit in aller Munde: die Alternative für Deutschland (AfD). Doch wer hat sie erfunden? Martin Renner. Das Mitglied des Bundestags ist der letzte verbliebene Parteigründer. Mehr noch: Ohne ihn gäbe es die AfD so gar nicht. Mit einer Brandrede überzeugte er vor elf Jahren den Professorenklub um Eurokritiker Bernd Lucke von der Gründung einer politischen Partei. Und er steuerte auch ihren Namen und ihr Logo bei. Renner hat eine interessante Karriere in der Wirtschaft zurückgelegt und zehrt, wie er Philipp Gut erzählt, bis heute von der Schulung durch Jesuiten, die ihn unter anderem in der dialektischen «Kunst des Rechtbehaltens» unterwiesen haben. Seite 20

Der ums Leben schrieb: Kafka.

Migrationsforscher aus den Niederlanden lassen aufhorchen. Sie haben die «Folgen der Einwanderung für die öffentlichen Finanzen» berechnet. Setze sich die Masseneinwanderung fort wie gewohnt, bedeute dies «das Ende des Wohlfahrtsstaates, wie wir ihn heute kennen», lautet die Kernbotschaft. Am teuersten sind Flüchtlinge aus Afrika und dem Nahen Osten, belegt die in ihrer Art bislang einzigartige Studie. Anders, als oft behauptet wird, bringen Zuwanderer im Schnitt keinerlei positive Effekte für die Staatskasse. Die Forscher verstehen ihre Studie als Weckruf für die Politik. Gemäss Uno-Prognosen wird die Migration aus Afrika und dem Nahen Osten nach Europa massiv steigen. Um die Zerstörung unserer Sozialsysteme zu verhindern, «sollten wir mit dem Asylrecht für Menschen von ausserhalb Europas Schluss -machen. Unbedingt», sagt Mitautor Jan van de Beek im Gespräch mit der Weltwoche. Seite 22

Sein Leben lang war unser Autor Matthias Matussek von Franz Kafka fasziniert. Kafka zwinge zur Selbstbegegnung, deshalb beginnt Matusseks Reportage-Essay mit einer solchen im mitternächtlichen Prag. Anlass für seinen Essay ist eine neue Kafka-Erkundung des Schriftsteller-Philosophen Rüdiger Safranski. Besonders aktuell ist für Matussek Kafkas Roman «Der Prozess», der mit dem Satz beginnt: «Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.» Da wir in Zeiten lebten, in denen staatliche Stellen zur Denunziation aufforderten und die Anklagen auf vagestmögliche Weise erhoben würden, so Matussek, «wird auch dieser Roman auf bitterste Weise aktuell bleiben». Gleichzeitig bleibe Kafka auch ästhetisch ein Richtmass der Perfektion. Seine Prosa ziele direkt ins Herz, seine Bücher seien absolute Literatur, schreibt Matussek über seinen Helden. Ein Entrücktheitszauber und Jenseitsrausch beseele diese Werke, die noch hundert Jahre nach dem Tod ihres Schöpfers leuchteten. Auf sieben reich bebilderten Seiten spürt Matussek der Faszination Kafka nach – mit einer Sprachmächtigkeit, die dem Gegenstand seiner Untersuchung durchaus angemessen ist. Seite 33–40

 

Ihre Weltwoche

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.