Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Marie-Agnes Strack-Zimmermann: Auch Frauen sollen Wehrdienst leisten – «es gibt keinen Grund, auf die Hälfte der Bevölkerung zu verzichten»

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Marie-Agnes Strack-Zimmermann: Auch Frauen sollen Wehrdienst leisten – «es gibt keinen Grund, auf die Hälfte der Bevölkerung zu verzichten»
Marie-Agnes Strack-Zimmermann: Auch Frauen sollen Wehrdienst leisten – «es gibt keinen Grund, auf die Hälfte der Bevölkerung zu verzichten»
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Marie-Agnes Strack-Zimmermann, sicherheitspolitische Sprecherin der FDP und EU-Abgeordnete, fordert eine Reform der Wehrdienstpolitik in Deutschland: Frauen sollen künftig ebenso gemustert werden wie Männer. «Es gibt keinen Grund, auf die Hälfte der Bevölkerung zu verzichten», sagte sie in einem Interview mit der Zeitung Die Welt.

SVEN HOPPE / KEYSTONE
ARCHIV - 09
SVEN HOPPE / KEYSTONE

Verfassungsrechtlich ist eine Ausweitung der Musterung auf Frauen aus ihrer Sicht möglich. Die Politikerin kritisiert zugleich das ab 2026 geplante System mit einem verpflichtenden Fragebogen für 18-Jährige als umständlich. Musterungen müssten stattdessen direkt an Schulen und Ausbildungsstätten erfolgen. «Attraktivität entsteht nicht durch Papier, sondern durch klare Angebote: Stipendien, Zuschüsse, echte Perspektiven», so Strack-Zimmermann.

Trotz ihrer liberalen Grundhaltung zeigt sie sich offen für das geplante Wehrdienstmodell, das auf Freiwilligkeit basiert. «Wer Deutschland verteidigen soll, muss das aus Überzeugung tun, weniger aus Zwang», erklärte sie. Bei jährlich rund 400.000 jungen Männern seien 250.000 musterungsfähig – 10 bis 15 Prozent davon zu gewinnen, sei realistisch.

Um die Bundeswehr langfristig attraktiver zu machen, schlägt sie vor, Militärakademien nach dem Vorbild der USA oder Israels zu gründen. Diese sollen praxisorientierte Studiengänge mit militärischer Ausbildung kombinieren, etwa in Bereichen wie Cybersicherheit, Drohnentechnik oder künstlicher Intelligenz. «Wer sich verpflichtet, bekommt ein Studium und kann danach eigene Projekte aufbauen», so Strack-Zimmermann.

Gleichzeitig fordert sie eine tiefgreifende Reform der internen Strukturen: «Zu viele Soldaten verbringen zu viel Zeit in der Kaserne und der Verwaltung.»

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.