In Syrien belebt ein stetig wachsender Strom an Besuchern mit deutschem Pass das Land – viele von ihnen sind Syrer, die vor dem Krieg geflohen waren und nun erstmals zurückkehren. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, zieht es insbesondere Deutschsyrer aus Städten wie Bremen, Köln oder Berlin in ihre frühere Heimat. Schlagzeile: «Man spricht Deutsch in Damaskus».
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An der libanesisch-syrischen Grenze hängt ein Schild mit der Aufschrift: «Willkommen in der Heimat». Die syrische Regierung bewirbt sich offensiv als Tourismusziel – auch mit politischem Kalkül. Laut Giath Farah, dem stellvertretenden Tourismusminister, sind Rückkehrer willkommen, nicht nur als Touristen, sondern auch als Unternehmer. «Die Syrer in Deutschland sind Mittler zwischen den zwei Kulturen», so Farah. Man hoffe, dass sie durch ihre Erfahrungen und Kontakte zum Wiederaufbau beitrügen.
Die Stimmung unter den Rückkehrern ist gemischt. Viele berichten von emotional überwältigenden Momenten, andere von Fremdheit in beiden Kulturen. Der Wiederaufbau erscheint vielen als Herkulesaufgabe: «Das Land muss bei unter null wieder anfangen», sagt etwa ein Zahntechniker, der überlegt, eine Firma auch in Syrien zu eröffnen.