Mit einer militärisch präzise geplanten Razzia hat das US-Militär Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro aus seinem Wohnsitz in Caracas herausgeholt – unter den Augen von US-Präsident Donald Trump, der die Aktion live aus Mar-a-Lago verfolgte. «Good luck, and godspeed», soll Trump bei der Befehlsvergabe gesagt haben, berichtet die Financial Times.
ARIANA CUBILLOS / KEYSTONE
Kurz nach 2 Uhr morgens gelang es US-Spezialeinheiten, Maduro festzusetzen, als dieser sich in einen Panikraum flüchten wollte. Er wurde gemeinsam mit seiner Ehefrau Cilia Flores per Helikopter auf den US-Flugzeugträger «USS Iwo Jima» gebracht. Ein auf Trumps Plattform Truth Social veröffentlichtes Foto zeigt Maduro gefesselt und mit Augenbinde an Bord des Kriegsschiffs. Die Weltwoche berichtete.
Der spektakuläre Zugriff war monatelang vorbereitet worden – laut US-Generalstabschef Dan Caine eine der «komplexesten Operationen der jüngeren Militärgeschichte», so die FT. Bereits seit August war ein CIA-Team in Venezuela im Einsatz, um Maduros Gewohnheiten auszuspähen: «Was er isst, wo er wohnt, wie er sich bewegt – sogar seine Haustiere waren bekannt», so Caine.
Am Einsatz beteiligt waren über 150 Flugzeuge, darunter B1-Bomber, F-35 und CH-47 Chinooks. Auch Cyber Command und die Space Force der USA spielten eine Rolle, indem sie Kommunikation und Radarabwehr Venezuelas lahmlegten. Ziel sei es gewesen, zivile Opfer zu vermeiden und den Überraschungseffekt zu maximieren.
Neben Maduros Residenz wurden militärische und logistische Einrichtungen angegriffen, darunter die Luftwaffenbasis La Carlota, ein Kommunikationsturm bei Caracas und der Hafen von La Guaira. Die venezolanische Flugabwehr leistete laut US-Angaben kaum Widerstand. Ein US-Hubschrauber wurde beschädigt, zwei Soldaten verletzt – keiner getötet.