Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und seine Ehefrau Brigitte sehen sich mit Theorien konfrontiert – und ziehen nun in den USA juristische Konsequenzen. In einer Verleumdungsklage gegen die US-Influencerin Candace Owens wollen die Macrons vor Gericht «wissenschaftliche und fotografische Beweise» vorlegen, um zu belegen, dass Brigitte Macron eine Frau ist. Das berichtet die BBC.
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Die Vorwürfe stammen ursprünglich aus einem französischen Youtube-Video von 2021, wurden jedoch von Owens seit 2024 weltweit verbreitet. Sie behauptet, Brigitte Macron sei als Mann geboren worden – eine Theorie, die der französische Präsident als Angriff «im Dienste einer Ideologie mit Verbindungen zur radikalen Rechten» bezeichnete. Bereits 2024 hatte ein französisches Gericht zwei Bloggerinnen wegen Verleumdung verurteilt. Ein Berufungsgericht hob das Urteil später mit Verweis auf die Meinungsfreiheit auf – nicht aufgrund fehlender Tatsachengrundlage.
Anwalt Tom Clare kündigte an, das Ehepaar werde «in sehr öffentlicher Weise» darlegen, dass die Behauptungen falsch seien. «Es ist schmerzhaft, sich solchen Beweisen auszusetzen, aber Brigitte Macron ist bereit, dies zu tun, um ihre Ehre zu verteidigen.»
Owens’ Anwälte beantragen derweil die Abweisung der Klage mit Verweis auf den Gerichtsstand: Die Klage wurde in Delaware eingereicht, obwohl Owens’ Unternehmen dort nicht tätig seien. Owens bleibt bei ihrer Aussage – und beruft sich auf die Meinungsfreiheit als US-Grundrecht.