Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will Kindern unter fünfzehn Jahren den Zugang zu sozialen Netzwerken verbieten – notfalls im nationalen Alleingang. «Wir können nicht warten», erklärte er am Dienstagabend im Sender France 2 nach dem tödlichen Angriff auf eine Lehrassistentin in Nogent.
LAURENT CIPRIANI / POOL / KEYSTONE
Wie Politico berichtet, drängt Frankreich gemeinsam mit Griechenland und Spanien zwar auf eine EU-weite Regelung zur Begrenzung der Onlinezeit von Jugendlichen. Doch sollte Brüssel nicht zügig handeln, werde Paris «in den kommenden Monaten» eigene gesetzliche Schritte einleiten.
Parallel dazu kündigte Macron strengere Vorschriften für den Onlinehandel mit Messern an. Websites müssten künftig das Alter ihrer Kunden verifizieren – ähnlich wie es bereits bei pornografischen Inhalten der Fall ist. «Ein 15-Jähriger wird kein Messer mehr online kaufen können», so Macron. Verstösse sollen mit «massiven finanziellen Sanktionen und Verboten» geahndet werden.
Bereits am Abend bekräftigte der Präsident auf X seine Absicht: «Ich verbiete Social Media für Kinder unter fünfzehn. Die Plattformen haben die Möglichkeit, das Alter zu verifizieren. Also tun wir es.»