Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Regierung von Donald Trump für ihre Abkehr von der «regelbasierten Weltordnung» kritisiert. In seiner jährlichen aussenpolitischen Grundsatzrede sagte Macron, die Vereinigten Staaten seien «eine etablierte Macht, die sich allmählich von einigen ihrer Verbündeten abwendet und von den internationalen Regeln löst, die sie einst selbst gefördert hat».
POOL
Macron warnte vor einer neuen Ära globaler Machtpolitik, in der Staaten wieder begännen, «die Welt in Einflusszonen aufzuteilen». Als Beispiele gelten die jüngsten US-Aktionen – die Entmachtung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und die erneute Androhung einer Annexion Grönlands –, die von Paris kritisch gesehen werden.
Der französische Präsident sprach von einer «realen Versuchung», die Welt zwischen Grossmächten aufzuteilen, und warf Washington vor, Regeln im Handel und in der Sicherheitspolitik zu brechen. Frankreich arbeitet derzeit mit EU-Partnern an einer gemeinsamen Antwort auf Trumps wachsenden Druck auf Dänemark und dessen autonome Gebiete.