Die Agentur für Arbeit in Dortmund hat ein Fastenbrechen zum muslimischen Ramadan ausgerichtet – und damit Kritik ausgelöst. Nach Informationen des Nachrichtenportals Nius lud die Leitung der Behörde Mitarbeiter sowie Gäste zu einem gemeinsamen Iftar in die Kantinenhalle der Arbeitsagentur ein. In einer internen E-Mail heisst es: «Da die Veranstaltung in die Zeit des Ramadans fällt, hat sich das Team bewusst dafür entschieden, das gemeinsame Essen zum Zeitpunkt des Iftars stattfinden zu lassen.»
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Fotos eines von einer Cateringfirma bereitgestellten Buffets zeigen zahlreiche Speisen, darunter Baklava, kleine Puddings, Salate, Fleischspiesse und Wraps. Das Essen wurde nach Angaben des Berichts aus Mitteln der Bundesbehörde finanziert und damit indirekt aus Steuergeldern bezahlt.
Den internen Mails zufolge bot die Arbeitsagentur auch Kinderbetreuung an, damit Familien an der Veranstaltung teilnehmen konnten. «Damit auch Familien entspannt teilnehmen können, bieten wir an diesem Abend eine Kinderbetreuung für alle Gäste an», heisst es darin.
Das Fastenbrechen fand vergangene Woche in Dortmund statt und war nicht nur für Beschäftigte der Behörde gedacht. Die Veranstaltung wurde öffentlich beworben und stand auch Kunden der Arbeitsagentur offen. Anwesend war unter anderem die Leiterin der Dortmunder Agentur für Arbeit, Heike Bettermann.