Junge Tunesier schwärmen von Schweizer Gefängnissen. Dies berichtet der Blick. «So luxuriös», sagt der 17-jährige Wajdi in Sfax. Wenn er in der Schweiz keinen Job finde, könne man dort «prima klauen und dealen». Zwei weitere junge Männer erklären, sie würden die Schweizer Gefängnisse der Freiheit in Tunesien vorziehen.
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Der 24-jährige Anwar sagt: «Natürlich wollen alle weg hier, jeder Einzelne. In Tunesien gibt es für uns keine Zukunft.» Wenn er keine Europäerin finde, «die mich heiraten will», wolle er «das Schiff nehmen und die harka machen, die Überfahrt». Sie koste 6000 Dinar (1700 Franken).
Laut den Polizeikorps der Schweiz machen sich Täter aus dem Maghreb besonders bei Fahrzeugdiebstählen bemerkbar. Die Stadtpolizei Zürich spricht von vielen Wiederholungstätern. Die Kantonspolizei Bern berichtet, sie seien häufig «frech und vorlaut» und verhielten sich oft «renitent».
2023 stellten 572 Tunesier ein Asylgesuch in der Schweiz, 42 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Anerkennungsquote liege bei rund 1 Prozent, seit Januar gelten 24-Stunden-Schnellverfahren.