Lufthansa plant bis 2030 den Abbau von rund 4000 Stellen in Deutschland. Betroffen sind vor allem Arbeitsplätze in der Verwaltung, wie der Konzern mitteilte. Ziel sei es, durch Digitalisierung, Automatisierung und Zentralisierung der Prozesse «mehr Effizienz» zu erreichen.
Mit dem Stellenabbau bestätigte Lufthansa frühere Medienberichte. Reuters hatte von einem Abbau von 20 Prozent der administrativen Stellen gesprochen. Operative Rollen wie Piloten oder Kabinenpersonal sollen laut Lufthansa nicht betroffen sein.
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Grund für den Schritt sei der nach wie vor hohe Kostendruck. Die Auslastung und Produktivität hätten das Vorkrisenniveau noch nicht erreicht, heisst es weiter. Das angestrebte Renditeziel von 8 Prozent liegt in weiter Ferne. Künftig peilt der Konzern sogar eine operative Gewinnmarge von bis zu 10 Prozent an.
Gleichzeitig will der Konzern seine Marken – darunter Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Eurowings – enger bündeln und zentral steuern. Auch die Logistik- und Wartungssparte, Letztere mit Fokus auf Verteidigungsgeschäfte, sollen gestärkt werden.
Für 2024 gibt sich Lufthansa dennoch zuversichtlich. Das operative Ergebnis soll deutlich über dem Wert von 1,6 Milliarden Euro aus dem Vorjahr liegen.