Wissen Deutschlands Politiker, was sie wollen?
Da ignorieren sie geflissentlich die AfD, schweigen sie nach Kräften tot.
Einerseits.
Andererseits arbeiten sie sich ständig an dieser Partei ab, stellen sie ins Zentrum ihrer politischen Beschwörungen.
Wie jetzt wieder Wolfram Weimer und Boris Palmer.
Der Kulturminister sagte voraus, dass die AfD bei der nächsten Bundestagswahl bei 9 Prozent stehen würde.
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Wie putzig. Da wird eher die SPD landen.
Tübingens Bürgermeister wiederum pocht vorsichtig mit einem Hämmerchen an der Brandmauer. Wenn es gar nicht anders gehe, müsse die Union in Gottes Namen zähneknirschend mit der AfD zusammenarbeiten.
Sagt ausgerechnet der Mann, der unlängst bei einem als Debatte verkleideten Egotrip den AfD-Politiker Markus Frohnmaier nach bewährter Illner-Maischberger-Miosga-Methode vorzuführen suchte.
Was quält ihr euch? Behandelt die Partei als das, was sie ist. Ein Mitbewerber im politischen Geschäft. Ist das so schwierig?