Linksfraktionschefin Heidi Reichinnek hat Zweifel geäussert, ob tatsächlich Linksextremisten hinter dem Anschlag auf das Berliner Stromnetz zu Jahresbeginn stehen. «Zum einen möchte ich sagen, dass noch lange nicht ermittelt wurde, was hier wirklich passiert ist», sagte Reichinnek. Es gebe mehrere Bekennerschreiben und Gegenschreiben. «Ich finde, erst mal sollten die Behörden auch ihren Job machen.»
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Zugleich kritisierte Reichinnek, dass der Begriff Linksextremismus aus ihrer Sicht vorschnell in den Vordergrund gerückt werde. Einigen sei es «sehr genehm, das Wort Linksextremismus möglichst oft in der Presse in irgendeiner Form zu platzieren», sagte sie. Sie schloss sich der Einschätzung ihrer Berliner Parteikollegin Elif Eralp an, wonach «nichts an diesem Anschlag links» sei. «Links» bedeute, das Leben der Menschen zu verbessern und nicht zu verschlechtern.
Reichinnek wandte sich auch gegen Pläne von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), als Reaktion auf den Anschlag zusätzliche Ermittlerbefugnisse zu schaffen und den Verfassungsschutz auszubauen. «Was wir brauchen, ist ein vernünftiger Katastrophenschutz, der ordentlich ausfinanziert ist», sagte sie.