Anders als es Ihre Art war, fasse ich mich hier kurz: Herzlichen Glückwunsch zum 150. Geburtstag. Sie sind mein deutscher Lieblingsautor. Klar, die «Buddenbrooks»! Ihre «Joseph»-Tetralogie jedoch ist mein Favorit. «Tief ist der Brunnen der Vergangenheit, sollte man ihn nicht unergründlich nennen?» So setzten Sie ein und stiegen hinab, über Tausende Seiten zum Beginn des Monotheismus. Wie wunderbar die unschuldige Eitelkeit Josephs, wie komisch Jaakobs Erwähltheitskomplex, die Pracht des Pharaos und die Vergeblichkeit eines Vorgängers, der bestattet ist in seiner Grabkammer unter den Tonnen seiner Pyramidenklötze «mit einem Mimosenzweiglein auf der Brust».
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