In der ZDF-Talkshow von Markus Lanz hat Ex-Wirtschaftsminister Robert Habeck für einen emotionalen Moment gesorgt. Auf die Frage, ob er bereit wäre, selbst für Deutschland zu kämpfen, antwortete der vierfache Vater: «Die kurze Antwort wäre: Ja. Aber ich würde natürlich gerne wissen, wofür und in welchem Szenario. Jedenfalls lieber als meine Söhne. Mir wäre das lieber, als meine Söhne dahin zu schicken.»
Habeck, der seinen Rückzug aus der Politik angekündigt hat, zeigte sich sichtlich bewegt bei der Diskussion um Wehrpflicht und Kriegsbeteiligung. «Das Dienen für sein Land – und, muss man ja sagen, als Soldat potenziell der Einsatz des Lebens – ist eines der grösstmöglichen Opfer», sagte der 55-Jährige und kritisierte eine Haltung, die diese Last einseitig der jungen Generation aufbürden wolle: «Lauter 55-Jährige und ältere Männer sagen: Die Jugend muss auch mal wieder Zucht und Ordnung lernen.»
In der Ukraine sei der Altersdurchschnitt der Soldaten bei 40 Jahren, auch ältere Männer würden kämpfen. Die Bereitschaft zum Opfer müsse daher «generationengerechter» verteilt werden.