Nur wenige Tage vor dem Flammeninferno in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana, bei dem in der Neujahrsnacht vierzig Menschen ums Leben kamen, plante der Betreiber offenbar noch bauliche Veränderungen an dem Lokal. Am 19. Dezember 2025 reichte der Geschäftsführer ein Baugesuch zur Erweiterung der überdachten Terrasse ein. Auch ein seitlicher Ausgang sollte entfernt werden. Dies berichtet das Westschweizer Fernsehen RTS.
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In den Bauplänen ist ersichtlich, dass sich sowohl die Innentür der Bar als auch die Tür der Veranda nach innen öffnen – ein Verstoss gegen die geltenden Sicherheitsvorschriften. Fluchttüren müssen sich gemäss Norm nach aussen öffnen lassen, so RTS.
Bereits 2015 hatte es ein Baugesuch für das Lokal gegeben. Damals beantragte der Gebäudeeigentümer – nicht das französische Betreiberpaar – eine verschiebbare Glasstruktur und eine einziehbare Überdachung für die Terrasse. Wie das Westschweizer Fernsehen dokumentiert, begannen die Umbauarbeiten im Inneren bereits Monate vor der offiziellen Genehmigung. Bilder belegen, dass unter anderem die Kellertreppe verkleinert und schalldämmende Schäume eingebaut wurden. Letztere stehen nun im Fokus der Ermittlungen zur Brandursache.
Im Juli 2015 hatte der Betreiber zudem ein Gesuch zur Betriebsbewilligung gestellt, die Bar öffnete im Dezember desselben Jahres. Laut NZZ am Sonntag finden sich in den amtlichen Publikationen keine Hinweise auf ein Baugesuch für den Innenbereich der Bar.
Die zuständigen Behörden ermitteln weiterhin zu den genauen Umständen.