Deutschlands Bundesregierung plant ein umfassendes Messprogramm zur Erfassung von Methanemissionen aus der Rinderhaltung. Das geht aus dem Entwurf des neuen Klimaschutzprogramms 2026 hervor, den SPD-Umweltminister Carsten Schneider vorgelegt hat. Auf 331 Seiten werden tiefgreifende Massnahmen angekündigt – unter anderem der «Aufbau und Betrieb eines Methanmessprogramms» zur Analyse der Gase, die Kühe bei der Verdauung ausstossen, wie das Portal Apollo News berichtet.
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Zusätzlich will das Ministerium ein Forschungsprogramm zur Züchtung von Rindern mit geringerem Methanausstoss auflegen. Die Massnahmen sollen dazu beitragen, die selbstgesetzten Klimaziele zu erreichen: Bis 2030 soll der CO2-Ausstoss im Vergleich zu 1990 um 65 Prozent sinken, ab 2045 strebt die Regierung die sogenannte Klimaneutralität an.
Auch im Verkehrssektor sollen die Zügel deutlich angezogen werden. Laut dem Entwurf wird erwartet, dass Elektroautos bis 2040 rund 70 Prozent des deutschen PKW-Bestands ausmachen. Um dieses Ziel zu erreichen, soll der Kauf von E-Fahrzeugen weiter gefördert, Benzin hingegen durch CO2-Bepreisung verteuert werden.
Für Hausbesitzer sieht das Programm zusätzliche Belastungen vor: Sanierungen zur Steigerung der «Klimafreundlichkeit» von Gebäuden sollen mit Fördermitteln unterstützt werden – etwa beim Einbau neuer Heizsysteme oder beim Austausch von Dämmstoffen. Die Finanzierung dieser Massnahmen bleibt indes unklar. Zwar sind jährlich über zehn Milliarden Euro aus dem Sondervermögen «Infrastruktur und Klimaneutralität» vorgesehen, doch die Regierung räumt ein, dass dieses Budget voraussichtlich nicht ausreichen werde. Weitere «innovative Finanzierungsansätze» sollen bis Herbst 2026 vorgelegt werden.