Nach den US-Luftangriffen in Venezuela hat die kubanische Regierung offiziell den Tod von 32 ihrer Staatsangehörigen bestätigt – darunter Militärs und Mitglieder des Innenministeriums, wie die New York Times (NYT) berichtet.
Laut kubanischen Staatsmedien waren die Verstorbenen auf ausdrückliches Ersuchen Venezuelas im Land im Einsatz. Präsident Miguel Díaz-Canel erklärte: «Unsere Landsleute erfüllten ihre Pflicht mit Würde und Heldentum und fielen – nach heftigem Widerstand – im direkten Gefecht mit den Angreifern oder infolge der Bombardierungen.» Die Regierung Kubas ordnete zwei Tage Staatstrauer an.
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Die öffentliche Bestätigung stellt eine Abkehr von der üblichen Geheimhaltungspraxis Havannas dar. Zwar ist bekannt, dass Kuba seit Jahren Tausende Bürger nach Venezuela entsendet – offiziell als Ärzte und Lehrer. Inoffiziell aber gehören dazu auch Sicherheitskräfte und Geheimdienstler.
Präsident Nicolás Maduro hat laut NYT kubanische Agenten verstärkt in seinen persönlichen Sicherheitsapparat integriert – auch um sich gegen mögliche Putschversuche aus den eigenen Reihen abzusichern.
Am Sonntag sprach die venezolanische Regierung von bislang achtzig Toten infolge der US-Angriffe.