Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Kritik verboten? EU-Kommission plant Schutzmechanismen, damit neue Mitgliedstaaten nicht werden wie Ungarn

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Kritik verboten? EU-Kommission plant Schutzmechanismen, damit neue Mitgliedstaaten nicht werden wie Ungarn
Kritik verboten? EU-Kommission plant Schutzmechanismen, damit neue Mitgliedstaaten nicht werden wie Ungarn
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Die EU-Kommission will beim nächsten Erweiterungsschritt strengere Auflagen einführen, um zu verhindern, dass neue Mitgliedstaaten sich politisch ähnlich entwickeln wie Ungarn. Das berichtet das Portal Politico unter Berufung auf EU-Beamte und Diplomaten.

Demnach soll das Beitrittsabkommen mit Montenegro erstmals langfristige Schutzmechanismen enthalten. Ein EU-Beamter erklärte, der Vertrag werde «das Beitrittsabkommen sein, das künftige Beitrittsverträge definiert». Ziel sei es, der EU mehr Möglichkeiten zu geben, einzugreifen, falls ein neues Mitglied bei Demokratie oder Rechtsstaatlichkeit Rückschritte macht. Montenegro gilt derzeit als aussichtsreichster Kandidat für den nächsten EU-Beitritt und strebt eine Aufnahme bis 2028 an.

OLIVIER MATTHYS / KEYSTONE
EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen.
OLIVIER MATTHYS / KEYSTONE

Auslöser der Debatte sind Erfahrungen mit Ungarn. Die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orbán blockierte zuletzt wiederholt EU-Entscheidungen, darunter neue Russland-Sanktionen sowie Finanzhilfen für die Ukraine. In Brüssel gilt Budapest deshalb als Beispiel dafür, wie begrenzt die EU gegen «demokratische Rückschritte» in Mitgliedstaaten vorgehen kann.

Zu den diskutierten Instrumenten gehören laut Diplomaten mögliche Sanktionen bei Verstössen gegen Grundwerte der Union. Im Gespräch ist etwa eine zeitweise Aussetzung von Vetorechten in EU-Entscheidungen. Montenegro lehnt Einschränkungen seiner Stimmrechte jedoch ab. Andere Kontrollmechanismen würden in Podgorica grundsätzlich akzeptiert.

Der Entwurf des Beitrittsvertrags soll von einer Arbeitsgruppe unter Leitung der zyprischen EU-Ratspräsidentschaft ausgearbeitet werden. EU-Erweiterungs-Kommissarin Marta Kos erklärte, die Kommission befinde sich «in der finalen Phase der Vorbereitung eines Vertragsentwurfs».

Noch ist jedoch nicht klar, wann der Prozess offiziell startet.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.