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Kriege fordern immer weniger zivile Opfer. In der Ukraine sind es so wenige wie noch nie. Das zeigt ein Vergleich mit früheren kriegerischen Auseinandersetzungen

Bei 5 Prozent aller Todesopfer im Krieg in der Ukraine handelt es sich um Zivilisten. Das zeigen Zahlen des Uno-Hochkommissariats für Menschenrechte.

Das ist im Vergleich mit Kriegen in der Vergangenheit ein historischer Tiefstwert. Im Irakkrieg nach 2003 ging man von 65 Prozent zivilen Todesopfer aus. Beim zwanzig Jahre dauernden Vietnamkrieg waren es 59 Prozent und beim Bürgerkrieg in Jugoslawien 40 Prozent.

Ukrainian 65 Mechanized brigade
In this photo provided by Ukraine's 65th Mechanized Brigade press service, Yulia, 40, a recruit, practices military skills on a training ground on a sunflower field in the Zaporizhzhia region, Ukraine, Monday, Aug
Ukrainian 65 Mechanized brigade

Die aktuellen Zahlen decken sich mit den Beobachtungen von Peter Maurer, dem langjährigen Präsidenten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK). Er bezeichnet die Vorgänge in der Ukraine in einem Gespräch mit der Weltwoche als Trendwende. Es gebe dort «Vorsichtsmassnahmen gegenüber der Zivilbevölkerung».

Am anderen Ende der Skala steht der Krieg im Nahen Osten. Dort gehen die Vereinten Nationen bei den zivilen Todesopfern von einem Anteil von 80 Prozent aus.

Die Zahlen rund um zivile Opfer in Kriegen sind nicht unumstritten, weil sie sich nur auf Personen beziehen, die direkt durch kriegerische Handlungen ums Leben kommen. Der Politologe Max Schaub weist darauf hin, dass auch indirekte Folgen zu Opfern führen können.

Dazu gehöre beispielsweise die Zerstörung der sanitären Infrastruktur, die zum vermehrten Auftreten von Krankheiten wie Cholera führe. Kaputte Strassen verunmöglichten den Transport in Krankenhäuser, medizinisches Personal flüchte aus Kriegszonen. Die Zahl derer, die aufgrund solcher Ereignisse das Leben verlieren, könne zwei bis vier Mal höher liegen als die derjenigen, die durch Waffengewalt sterben.

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