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Korruptionsvorwürfe zu Beginn der EU-Ratspräsidentschaft: Video-Leak von Top-Politikern bringen Zyperns Regierung ins Wanken

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Korruptionsvorwürfe zu Beginn der EU-Ratspräsidentschaft: Video-Leak von Top-Politikern bringen Zyperns Regierung ins Wanken
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Ein Enthüllungsvideo sorgt in Zypern für politischen Aufruhr – just zu Beginn der EU-Ratspräsidentschaft des Landes. Heimlich gefilmte Aufnahmen zeigen hochrangige Regierungsvertreter, die offenbar erklären, wie Unternehmer mit Spenden die gesetzliche Wahlkampfkostengrenze umgehen und sich direkten Zugang zum Präsidenten verschaffen könnten. Auch von Hilfen für Russen zur Umgehung von EU-Sanktionen ist die Rede, wie Politico berichtet.

OLIVIER MATTHYS / KEYSTONE
epa12600232 President of the Republic of Cyprus Nicos Christodoulides attends the EU Council Summit in Brussels, Belgium, 18 December 2025
OLIVIER MATTHYS / KEYSTONE

Präsident Christodoulides weist die Vorwürfe zurück und fordert Beweise. Sein Schwager und Büroleiter Charalambos Charalambous sowie Ex-Minister George Lakkotrypis kommen in dem Video vor. Beide bestreiten ein Fehlverhalten. Die Regierung spricht von «hybrider Aktivität» gegen das Land.

Brisant ist auch die Rolle eines Sozialfonds, der von der First Lady verwaltet wird. Unternehmen sollen laut Video über diesen Fonds Vorteile beim Zugang zum Präsidenten erhalten haben. Bereits im Vorjahr hatte das Parlament die Offenlegung der Spender gefordert. Präsident Christodoulides blockierte dies mit Verweis auf den Datenschutz und bekam vor Gericht recht.

Die Opposition fordert nun Aufklärung. Stefanos Stefanou von der kommunistischen AKEL spricht von «ernsten politischen, ethischen und institutionellen Fragen». Seine Partei verlangt unter anderem die Entlassung von Charalambous, die Abschaffung des Fonds und den Rücktritt der First Lady als dessen Leiterin.

Die Polizei hat eine Untersuchung eingeleitet. Unklar ist bislang, wer hinter dem X-Account «Emily Thompson» steckt, der das Video veröffentlichte. Für Zypern, das sich international als verlässlicher EU-Partner präsentieren will, kommt der Skandal zur Unzeit. In wenigen Monaten stehen zudem Parlamentswahlen an.

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