Die Zahl der Firmenpleiten in der Schweiz steigt rasant: Im ersten Halbjahr 2025 gingen 6453 Unternehmen in Konkurs – ein Plus von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Gläubigerverband Creditreform erwartet bis Jahresende knapp 10.000 Insolvenzen, inklusive Handelsregisterlöschungen könnten es bis zu 13.000 Fälle werden. Auslöser ist laut Nau.ch eine Gesetzesänderung, die Behörden wie Steuer- oder Sozialversicherungsämter verpflichtet, offene Forderungen zügig und mit der gleichen Konsequenz wie private Gläubiger einzutreiben.
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Besonders betroffen sind die Südschweiz (+27 %), die Zentralschweiz (+23 %) und Zürich (+18 %). Branchen wie das Autogewerbe (+47 %), Architekturbüros (+40 %) und die Freizeitindustrie (+33 %) verzeichnen teils massive Zunahmen. Einzig das Baugewerbe meldet einen Rückgang der Insolvenzen um 35 Prozent.
Trotz der Krisenlage bleibt die Zahl der Firmengründungen stabil. Im ersten Halbjahr 2025 wurden rund 31.654 neue Unternehmen registriert – ein Zuwachs von 3 Prozent. Experten erwarten jedoch, dass die Insolvenzwelle weiter anhält: Die Kreditversicherung Allianz Trade rechnet für die Schweiz mit einem weiteren Anstieg der Unternehmensinsolvenzen um 11 Prozent im laufenden Jahr.