Die deutsche Tochter der polnischen Discounter-Kette Pepco ist zahlungsunfähig. 64 Filialen in Städten wie Berlin, Leipzig und Magdeburg stehen laut Bild-Zeitung vor einer ungewissen Zukunft, rund 500 Beschäftigte bangen um ihre Arbeitsplätze. Das Unternehmen hat beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg ein Schutzschirmverfahren beantragt, das eine Sanierung in Eigenregie ermöglichen soll.
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Pepco war 2022 mit grossen Plänen in den deutschen Markt gestartet und wollte bis zu 2000 Standorte eröffnen. Nun nennt die Gruppe hohe Personalkosten, operative Verluste und starken Konkurrenzdruck durch Mitbewerber wie Action oder Kodi als Gründe für das Scheitern. Auch die allgemeine Konsumzurückhaltung belastete das Geschäft.
Die Pleite reiht sich ein in eine besorgniserregende Entwicklung: Laut einer Analyse der Auskunftei Creditreform ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland auf den höchsten Stand seit zehn Jahren gestiegen. 11.900 Firmen mussten im erstem Halbjahr bereits Insolvenz anmelden. Die Weltwoche berichtete.