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Knuttis Kehrtwende bei netto null: Noch vor gut drei Jahren äusserte der ETH-Professor zu netto null per 2040 kein Wort von «blauäugig» und mangelndem «Realitätssinn»

«Netto null bis 2040 ist blauäugig.» Dieses Fazit zieht ETH-Klimaforscher Reto Knutti nach der krachenden Niederlage eines verschärften Klimagesetzes im Kanton Zürich. Dieses wollte bei den Treibhausgas-Emissionen das Netto-null-Ziel statt 2050 bereits 2040 erreichen.

Die SVP und die FDP ergriffen dagegen erfolgreich das Referendum. Fast 60 Prozent der Stimmenden sagten nein, und zwar sämtliche Gemeinden ausser der Stadt Zürich. Auch der Regierungsrat befand sich dank der Dreiervertretung von FDP und SVP, zu der sich Silvia Steiner (Mitte) gesellte, im gegnerischen Lager.

Nun will auch Reto Knutti zu den Siegern gehören. Gegenüber der NZZ betonte er, das Ziel netto null bis 2040 sei unrealistisch.

Die Aufbruchstimmung beim Klimaschutz sei verflogen: «Es hat ein gewisser Realitätssinn Einzug gehalten. Ziele zu setzen, ist einfach, aber die Umsetzung ist anstrengend und geht nicht von heute auf morgen.»

Offenbar ist Reto Knuttis Realitätssinn durchaus wandelbar. Als sich die Stadt Zürich im Jahr 2021 vom Netto-null-Ziel 2030 verabschiedete und stattdessen 2040 anstrebte, lobte er bei Tamedia als «einer der bekanntesten Klimatologen überhaupt» die Strategie des Stadtrats über den grünen Klee. Es handle sich um einen «ehrgeizigen Kompromiss». Der Stadtrat strebe eine echte Reduktion an, ohne Zertifikathandel im Ausland: «Das signalisiert, dass man den Umbau vorantreiben muss und sich nicht nur freikaufen will.»

Noch vor gut drei Jahren äusserte Knutti zu netto null per 2040 also kein Wort von «blauäugig» und mangelndem «Realitätssinn». Das ist für einen exakten Wissenschaftler, dessen Konterfei in einer Lichtshow mit jenem von Henry Dunant, Nelson Mandela und Michail Gorbatschow aufs Bundeshaus projiziert wurde, doch ein erstaunlich beweglicher Standpunkt.

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