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Klaus von Dohnanyis «Nationale Interessen» neu aufgelegt, Philipp Gut über Thomas Manns grosse Kontroverse

Klaus von Dohnanyis «Nationale Interessen» neu aufgelegt, Philipp Gut über Thomas Manns grosse Kontroverse

Mit seinem Buch «Nationale Interessen» landete der frühere Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi, Grand Old Man der SPD, kurz vor dem Einmarsch der Russen in die Ukraine einen Bestseller. Visionär und provokativ beleuchtet der Autor die Verwicklungen, die zu diesem Konflikt führten, der damals erst bedrohlich brodelte. Nun legt von Dohnanyi eine erweiterte, aktualisierte Neufassung vor. Der Siedler-Verlag bringt sie dieser Tage in die Buchhandlungen. Wir freuen uns, Ihnen einen Auszug vorzulegen. Seite 30

Credit: Realy Easy Star / Alamy Stock Photo
«Ofenhocker des Unglücks»: Schriftsteller Mann.
Credit: Realy Easy Star / Alamy Stock Photo

 

Wer vertritt legitimerweise Deutschland, die deutsche Kultur? Kann man ein gutes von einem bösen Deutschland unterscheiden, oder hängen die beiden vielleicht unauflösbar zusammen? Diese und weitere Fragen im Ringen um die deutsche Seele führten unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer erbitterten Auseinandersetzung zwischen Thomas Mann und den sogenannten inneren Emigranten. Diese warfen Mann vor, im Exil «aus den Logen und Parterreplätzen des Auslandes» der deutschen Tragödie zuzuschauen, während der Nobelpreisträger und Jahrhundert-Romancier konterte, den Büchern der «Ofenhocker des Unglücks» hafte ein «Geruch von Blut und Schande an». Unser Autor Philipp Gut, Verfasser der preisgekrönten Studie «Thomas Manns Idee einer deutschen Kultur», lässt die als «grosse Kontroverse» in die Literaturgeschichte eingegangene Debatte pointiert Revue passieren. Seite 38

 

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