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CDU-Chef Friedrich Merz nennt erstmals eine konkrete Obergrenze für Asylbewerber. In der ARD-Sendung von Caren Miosga erklärte er: «Das darf auch keine sechsstellige Zahl mehr sein.» Damit will Merz die Zahl der Asylanträge auf unter 100.000 pro Jahr begrenzen.
Wie die Bild-Zeitung berichtet, sorgte die Zahl parteiintern für Irritation, da Merz im Wahlkampf noch von einem «faktischen Einreiseverbot» gesprochen hatte. Laut dem CDU-Koalitionsvertrag sollen alle illegalen Migranten an der Grenze abgewiesen werden. 2024 registrierte Deutschland noch rund 230.000 Erstanträge, von Januar bis März 2025 waren es 36.136 – ein rückläufiger Trend.
Merz zeigte sich zuversichtlich über die Verhandlungen mit Nachbarstaaten zur Rücknahme von Migranten. «Das wird passieren», sagte er.