Deutschlands Vizekanzler Lars Klingbeil hat die militärische Intervention der Vereinigten Staaten in Venezuela scharf kritisiert. Zwar sei Ex-Präsident Nicolás Maduro zweifellos «Anführer eines autoritären Regimes» gewesen, dennoch könne dies «keine Rechtfertigung dafür sein, internationales Recht zu missachten», erklärte der SPD-Chef. Das gelte «auch für das Handeln der USA».
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Damit positioniert sich Klingbeil klar gegen die Linie von US-Präsident Donald Trump, der zuletzt mit der Festsetzung Maduros und Forderungen nach «vollständigem Zugriff» auf Venezuelas Ölreserven international für Aufsehen gesorgt hat.
Bundeskanzler Friedrich Merz äusserte sich zurückhaltender. Der CDU-Politiker bezeichnete die rechtliche Bewertung des US-Einsatzes als «komplex» und betonte, das wichtigste Ziel sei nun ein «geordneter Übergang hin zu einer durch Wahlen legitimierten Regierung». Eine klare Verurteilung oder Unterstützung der Intervention vermied Merz.
Auch aus dem Auswärtigen Amt gab es bislang keine offizielle Stellungnahme zur Festnahme Maduros und zur Lage im Land.