Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Keine Grenzschliessungen? Keine Rückführungen abgelehnter Asylbewerber? Union und SPD liegen sich beim Thema Migration in den Haaren

Union und SPD konnten sich bei den laufenden Koalitionsverhandlungen nicht auf eine gemeinsame Linie in der Migrationspolitik einigen. Besonders umstritten sind Zurückweisungen an den deutschen Grenzen sowie das Bleiberecht für abgelehnte Asylbewerber. Dies geht aus einem internen Verhandlungspapier der Arbeitsgruppe Innen und Recht hervor, über das die Bild-Zeitung berichtete.

CLEMENS BILAN / KEYSTONE
epa11987174 Chairman of the Christian Democratic Union (CDU) party and faction, Friedrich Merz (R) and Social Democratic Party (SPD) co-chairman and parliamentary group leader Lars Klingbeil (L) speak during the constituent session of the German parliament 'Bundestag' in Berlin, Germany, 25 March 2025
CLEMENS BILAN / KEYSTONE

Zwar einigten sich beide Parteien auf die Notwendigkeit verstärkter Abschiebungen – inklusive Rückführungen nach Afghanistan und Syrien bei Straftätern und Gefährdern –, doch bleibt der Minimalkonsens bei anderen zentralen Punkten brüchig. So ist etwa die Formulierung zu Grenzzurückweisungen in «Abstimmung mit unseren europäischen Nachbarn» bewusst vage gehalten. Während die SPD diese Abstimmung substanziell verstanden wissen will, reicht der Union eine informierende Kommunikation.

Auch bei den Ausweisungsregeln zeigt sich der Dissens: Zwar soll bei schweren Straftaten eine Regelausweisung greifen, aber über die Definition, was schwer ist, gehen die Meinungen auseinander. Die SPD will den Kreis der Straftaten mit dem Begriff «erheblich» eingrenzen, die Union will diesen ausweiten – unter anderem auch auf Demonstrationen, die als Hassäusserungen interpretiert werden könnten.

Ein besonders heikler Punkt ist das sogenannte Chancenaufenthaltsrecht. Die SPD will es verlängern, um gutintegrierten Geduldeten eine Perspektive zu geben. Die Union hingegen fordert dessen Auslaufen – ein klarer Bruch in der migrationspolitischen Linie.

Die Entscheidung über die strittigen Punkte liegt nun bei den Parteichefs von CDU, CSU und SPD – ein Scheitern der Koalitionsgespräche ist nicht ausgeschlossen.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.