Die Nationalratskommission hat entschieden, die Immunität des Solothurner FDP-Nationalrats Simon Michel zu schützen, so dass keine Ermittlungen gegen ihn geführt werden. Dies teilten die Parlamentsdienste mit. Die Solothurner Staatsanwaltschaft hatte beantragt, Michels Immunität aufzuheben, nachdem gegen den 48-Jährigen eine Strafanzeige wegen mutmasslicher Ehrverletzung eingereicht worden war.
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Die Immunitätskommission lehnte das Gesuch mit acht zu null Stimmen bei einer Enthaltung ab. Der Anzeigeerstatter hatte behauptet, Michel habe ihn in Kommentaren zu Posts und Linkedin-Beiträgen zu den EU-Verträgen mehrfach als von einer international renommierten Kapitalanlagegesellschaft bezahlten «Troll» bezeichnet. Dies habe seinem öffentlichen Ansehen geschadet.
Nach dem Entscheid der Nationalratskommission liegt der Ball nun bei der Ständeratskommission.