Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Keine erleichterte Einbürgerung, Abschiebungen: Polen verschärft den Umgang mit Ukrainern

Polens Präsident Karol Nawrocki hat ein Gesetz zur Neuordnung der Flüchtlingshilfe für Ukrainer mit einem Veto blockiert. Die Regierung von Donald Tusk wollte das Kindergeld von umgerechnet rund 180 Franken pro Kind künftig an Schulbesuch und Daueraufenthalt koppeln und Mütter mit Kleinkindern weiter unterstützen.

ALBERT ZAWADA / KEYSTONE
epa12325865 Polish President Karol Nawrocki participates in a meeting of the Cabinet Council with the participation of the prime minister and members of the Polish government at the Presidential Palace in Warsaw, Poland, 27 August 2025
ALBERT ZAWADA / KEYSTONE

Nawrocki widersetzte sich dem und erklärte laut NZZ: «Der Erhalt des Kindergeldes muss an eine Arbeitsstelle gekoppelt sein, dies habe ich im Wahlkampf versprochen.» Zudem kritisierte er die erleichterte Einbürgerung für Kriegsflüchtlinge, die ursprünglich von seiner eigenen politischen Seite angeregt worden war.

Für Aufsehen sorgt auch sein Plan, die in der Westukraine verbreitete rot-schwarze Fahne der historischen Ukrainischen Aufstandsarmee zu verbieten. «Das Gesetz gegen die UPA-Flagge ist nötig, um russische Propaganda zu unterbinden», sagte er. Der Schritt folgt auf Auseinandersetzungen bei einem Konzert in Warschau, bei dem ein Ukrainer eine solche Fahne gezeigt hatte.

Ministerpräsident Tusk reagierte ebenfalls mit Härte. Er kündigte die Abschiebung von Jugendlichen an, die bei den Krawallen festgenommen wurden. «63 Täter müssen das Land verlassen, freiwillig oder zwangsweise. Es handelt sich um 57 Ukrainer und sechs Weissrussen», schrieb er. Laut Gazeta Wyborcza sind erste Jugendliche bereits abgeschoben worden, teils auch in frontnahe Gebiete in der Ukraine.

In Kiew wurde Nawrockis Veto mit Sorge aufgenommen, auch wegen Debatten über die Finanzierung des für die Ukraine wichtigen Satelliten-Internets Starlink. Die Präsidialkanzlei versicherte jedoch, diese sei gesichert.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.