Ignazio Cassis vertritt in diesen Tagen die Interessen der Europäischen Union. Getrieben von seinen europhilen Beamten, strebt der FDP-Bundesrat eine enge Bindung der Schweiz an die EU an.
Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb der freisinnige Aussenminister – seit 2017 dank der Stimmen der SVP-Fraktion im Bundesrat – ein Ständemehr bei der schicksalhaften EU-Abstimmung für unnötig hält, um damit die Chancen eines Ja zum Abkommen zu erhöhen.
Dazu passt perfekt die heutige Beflaggung des Bundeshauses West, des Amtssitzes von Cassis. Auf dem Gebäude weht heute ein riesiges Hoheitszeichen der Europäischen Union, die blaue Fahne mit den zwölf gelben Sternen.
Geht es nach Cassis und der Verwaltung kann es mit dem Anschluss der Schweiz an den Staatenbund offenbar gar nicht schnell genug gehen, das Zeichen dafür ist zumindest sichtbar gesetzt.
Das EDA nahm auf Anfrage der Weltwoche, weshalb die Fahne auf dem Aussendepartement montiert wurde, keine Stellung.