Berlin
Ein Machtkartell ist eine feine Sache. Zumindest, wenn man dazugehört und sich alle Beteiligten an die Regeln halten. Bei der Wahl der höchsten deutschen Richter für das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe zum Beispiel haben sich vor längerer Zeit die Parteien auf einen Verteilungsschlüssel 3:3:1:1 für beide Senate geeinigt, nachdem Topjuristen mit einer mehr oder weniger ausgeprägten Nähe zu den jeweiligen Parteien nominiert und meist anstandslos vom Bundestag durchgewählt worden waren: 3 Union, 3 SPD, 1 Grüne, 1 FDP. Und nach diesem Schlüssel ist in diesen Tagen die Union mit einem, eher konservativen Richter und die SPD mit zweien dran.
...