Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Kanzler Stocker lobt Merz’ Regierung über den Klee: Was bedeutet die schwarz-rote Koalition für Österreich?

Österreichs Bundeskanzler Stocker von der ÖVP hat dem Spiegel ein Interview gegeben. Darin lobt er Friedrich Merz und die rasche Koalitionsbildung mit der SPD über den Klee.

Während sich unabhängige politische Beobachter und solche rechts der Mitte skeptisch äussern. Einerseits springt Stocker seinem europäischen Parteifreund von der EVP naturgemäss bei. Andererseits muss er selbst als konservativer Regierungschef eine Koalition mit einer linksgerichteten Sozialdemokratie verteidigen.

HELMUT FOHRINGER / KEYSTONE
ABD0114_20250402 - WIEN - ÖSTERREICH: Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ), Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ), Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) am Mittwoch, 2
HELMUT FOHRINGER / KEYSTONE

In beiden Fällen wurden der SPD beziehungsweise der SPÖ das Finanzministerium überlassen, das Schlüsselressort in allen Regierungen. Der österreichisch-kaiserliche Feldherr Montecuccoli meinte, dass es drei Dinge brauche, um Krieg zu führen: «Denare, Denare, Denare». Selbiges gilt für die Politik, die Versorgung von Wählergruppen, Bedienung der Klientel sowie Prestigeprojekte.

Was Stocker ebenfalls gelegen kommt, ist das merzsche «Klotzen, nicht kleckern». Nachdem über Österreich das Damoklesschwert eines EU-Defizitverfahrens schwebt, weiss man in der kommenden Grossen Koalition in Berlin einen Verbündeten. 800 Milliarden Euro Sondervermögen werden den bisherigen fiskalischen Musterschüler in die Nähe von Frankreich oder Belgien rücken. Wo dann sehr bald auch Österreich rangiert.

Im Hinblick auf die Asyl- und Migrationspolitik wird es zwar zu dem einen oder anderen Geplänkel kommen, wie einst im Kartoffelkrieg zwischen Friedrich dem Grossen und Josef II., in Form von vereinzelten Rückführungen, Ablehnungen oder Abschiebungen. Jedoch keine Kehrtwende à la: «So schnell schiessen die Preussen nicht».

«Im Gleichschritt Marsch» heisst es bei der Klima- und Energiepolitik sowie in der Aussenpolitik. Deutschland verbleibt beim Atomausstieg, beim Ausstieg aus fossilen Energieträgern und bei der Beibehaltung der Russlandpolitik. Ebenso wie Österreich, welches seinen Atomausstieg bereits vor seinem Atomeinstieg absolviert hatte. Die Neutralität fällt innerhalb der EU unter Schattierung von Grau.

Kurzfristig, taktisch werden Österreich ebenso wie Stocker und seine Regierung vom Kabinett Merz profitieren. Wegen des role model beim grossen Nachbarn und ob des Strohfeuers, welches die Zulieferer über dem Wasser hält.

Mittelfristig, strategisch wird der österreichische Steuerzahler gleichfalls wie der deutsche Bürger zur Kasse gebeten werden. Parallele Nibelungentreue von Regierung wie Regierten. Einmal gewollt, einmal ungewollt.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.