Bundeskanzler Merz hat es geschworen: Deutschland wird die «stärkste konventionelle Armee Europas» stellen. Jetzt geht es richtig rund!
Allein bis 2035 sind rund 377 Milliarden Euro für Beschaffungen vorgesehen – vom Flugabwehrsystem bis zum Tomahawk-Marschflugkörper. Und vielleicht auch für ein paar Knarren für die Soldaten, die man künftig in die Pflicht nehmen will. Man kann nur hoffen, dass die schon fleissig geübt haben, im Sportschützenverein oder bei der Jagd.
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Beim aktuellen Scharfschützenwettbewerb der europäischen Nato-Staaten im winterlichen Grafenwöhr durften sie sich jüngst bewähren. Die Teilnehmer wurden in Schiessfertigkeit, Kommunikation zwischen Schütze und Spotter, Orientierung im Gelände und Bekämpfung von Zielen mit einer Vielzahl nationaler Waffen wie Pistolen oder Gewehren bewertet.
«Ihr seid das Beste, was jede eurer Nationen und Organisationen zu bieten haben», meinte der Vertreter des Oberkommandos der US Army bei der Abschlusszeremonie. «Das moderne Gefechtsfeld entwickelt sich schneller als jemals zuvor in der Geschichte. Wir müssen unsere Taktiken, Techniken, Verfahren und Ausrüstung ebenso schnell weiterentwickeln, um überlebensfähig und tödlich zu bleiben.»
Doch das moderne Gefechtsfeld wird wohl ohne tödliche deutsche Scharfschützen bleiben. Deutschland hat keinen Platz auf dem Podium und keinen Rang unter den Top Ten erreicht. Aber das ist doch gar nicht schlimm! Dafür ist unsere Wehr für Diversity und hisst die Regenbogenflagge. Also bitte!
Wir sind und bleiben die moralischen Sieger.