Die AfD verteidigt ihre Spitzenposition in der Wählergunst, während die schwarz-rote Bundesregierung unter Friedrich Merz (CDU) und Lars Klingbeil (SPD) an Rückhalt verliert. Laut dem aktuellen «Sonntagstrend» des Meinungsforschungsinstituts Insa für die Bild am Sonntag sind nur noch 22 Prozent der Befragten mit der Arbeit der Regierung zufrieden – ein Rückgang um zwei Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Erhebung. Ganze 67 Prozent zeigen sich unzufrieden, elf Prozent machten keine Angabe.
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Auch Kanzler Merz verliert an Zustimmung. Nur ein Viertel der Befragten beurteilt seine Arbeit positiv, 64 Prozent hingegen negativ. Damit sinkt auch seine persönliche Bewertung um zwei Punkte. Besonders auffällig: Nur unter den Unionswählern findet sich noch eine Mehrheit, die dem Kanzler und der Regierung Vertrauen schenkt. Laut Insa-Chef Hermann Binkert sind es 60 Prozent, die Merz ein gutes Zeugnis ausstellen; 51 Prozent befürworten das Kabinett insgesamt.
Politisch hat sich an den Kräfteverhältnissen wenig verändert. Wenn heute Bundestagswahl wäre, käme die AfD auf 26 Prozent, gefolgt von CDU/CSU mit 25 Prozent. Die SPD stagniert bei 15 Prozent, die Grünen bei 11. Die Linke liegt bei 10 Prozent. FDP und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) scheitern mit 3 beziehungsweise 4 Prozent an der 5-Prozent-Hürde.