Kurz vor der ungarischen Parlamentswahl im April hat US-Präsident Donald Trump öffentlich seine Unterstützung für Viktor Orbán erklärt. In einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social nannte er den ungarischen Premierminister einen «wahren Freund, Kämpfer und GEWINNER» und sprach ihm seine «volle und uneingeschränkte Unterstützung» für eine Wiederwahl aus.
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Orbán steht bei dieser Wahl unter erheblichem Druck. Wie Politico schreibt, liegt seine Fidesz-Partei laut aktuellen Umfragewerten deutlich hinter der Oppositionsbewegung Tisza von Péter Magyar. Diese führt aktuell mit einem Vorsprung von zwölf Prozentpunkten – ein bislang einmaliger Rückstand für Orbán, der das Land seit 2010 ununterbrochen regiert.
Trump lobte in seiner Botschaft die Beziehungen zwischen Washington und Budapest, die unter seiner Präsidentschaft und Orbáns Regierung «neue Höhen der Zusammenarbeit und spektakuläre Erfolge» erreicht hätten. Seine Unterstützung füge sich ein in die nationale Sicherheitsstrategie seiner Regierung, die seit Dezember vorsieht, «patriotische europäische Parteien» aktiv zu fördern.
Orbán gilt seit Jahren als enger Verbündeter Trumps und war einer der ersten europäischen Regierungschefs, die dessen Kandidatur 2016 unterstützt hatten. Sein nationalkonservativer Kurs – etwa in der Migrationspolitik oder beim Umgang mit Minderheiten – dient Teilen der US-amerikanischen Rechten als Vorbild. Auch beim Thema Energie haben sich beide abgestimmt: Trotz westlicher Sanktionen kaufte Ungarn weiterhin Öl aus Russland, wofür die Trump-Regierung Budapest eine einjährige Ausnahmeregelung gewährte.