SP-Bundesrat Beat Jans zeigt wenig Verständnis für Jacques Baud. Der Bundesrat habe an seiner Sitzung vom Freitag nicht über die EU-Sanktionen gegen den Schweizer Staatsangehörigen gesprochen, sagte der Justizminister auf Anfrage der Weltwoche.
Auf die Frage, ob er Schweizer Staatsbürgern weiterhin raten könne, in die EU zu reisen, musste Jans zuerst lachen. Schliesslich antwortete er mit: «Ja.» Der Fall Baud ist derweil Beweis genug, dass die Frage alles andere als abwegig ist.
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Fall Baud: Bundesrat Jans reagiert schmunzelnd auf Frage zu EU-Sanktionen gegen den Schweizer
— Die Weltwoche (@Weltwoche) December 19, 2025
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Baud, der in Belgien lebt, darf innerhalb der EU nicht mehr reisen, auch seine Konten sind gesperrt. Die EU hatte ihn Anfang Woche auf eine Sanktionsliste gesetzt. Der Vorwurf der EU: Der gebürtige Genfer fungiere als «Sprachrohr von prorussischer Propaganda».
Der Fall zeigt: Wer von der EU aufgrund seiner Meinung sanktioniert wird, darf von der offiziellen Schweiz keine Hilfe erwarten. Das zuständige Aussendepartement liess am Freitagabend auf Anfrage verlauten, dass man mit der EU im Kontakt stehe. Was das genau bedeutet, bleibt vorerst unklar.