18,36 Euro pro Haushalt beträgt der monatliche Beitrag für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland. Die Bereitschaft zu dieser «Abgabe» sinkt laufend.
Der «Bund der Rundfunkbeitragszahler» kritisiert, man finanziere «eine mittlerweile sehr einseitige und manipulative Berichterstattung». Das nehme man als «Beitragszahler nicht länger hin». Die Initiative «Leuchtturm ARD» fordert tiefgreifende Reformen bei den Sendern.
Der Vorwurf: Die Sendungen von ARD, ZDF, MDR und Co. weisen eine Schlagseite nach links auf, andere Stimmen werden totgeschwiegen oder negativ dargestellt.
Die Betroffenen reagieren auf den Gegenwind. Aber anders als gedacht. Statt sich um Ausgewogenheit und Objektivität zu bemühen, bestätigen sie die Kritiker sogar.
Der NDR stellt die Moderatorin Julia Ruhs kalt, die von sich selbst sagt, sie sei «nicht links» und in ihrem Magazin «Klar» bewusst Themen behandelt, die sich konservative Kreise wünschen, beispielsweise die Migration. Handwerkliche Fehler kann ihr niemand vorwerfen. Doch der Vorwurf, ein «rechtes» Publikum zu bedienen, reichte für ihren Abschuss.
Anders sieht es aus bei TV-Leuten, die in der Spur bleiben. ZDF-Moderatorin Dunja Hayali relativierte vor der Kamera den Mord am US-Politaktivisten Charlie Kirk, indem sie diesen mit einer Flut unbelegter Kampfbegriffe eindeckte. «Oftmals abscheulich, rassistisch, sexistisch und menschenfeindlich» seien seine Aussagen gewesen.
Oder USA-Korrespondent Elmar Thevessen, ebenfalls ZDF, der in der Sendung «Markus Lanz» offen Lügen kolportierte. Charlie Kirk habe gefordert, «Homosexuelle zu steinigen» – ein so irrer wie falscher Vorwurf.
Hayali steht nach wie vor der Kamera, Thevessen sitzt noch immer in Washington. Während Julia Ruhs gnädigerweise derzeit noch die «Klar»-Sendungen moderieren darf, die der Bayerische Rundfunk produziert. Beim NDR reichte ein «Protestschreiben» von 250 Mitarbeitern, denen eine einzige nicht linke Stimme beim Sender schon zu viel war, für den Rauswurf.
Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland erledigen gerade den Job ihrer Kritiker. Sie belegen ihre Einseitigkeit und ihren Unwillen, sich zu reformieren, selbst.