Immer weniger Jobcenter schaffen es, Bürgergeld-Empfänger dauerhaft in Arbeit zu bringen. Das geht aus einer internen Auswertung der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor, über die die Bild-Zeitung berichtet. Demnach war im Jahr 2024 weniger als die Hälfte aller Jobvermittlungen erfolgreich – rund 52 Prozent der vermittelten Personen fielen innerhalb von drei Monaten wieder ins Bürgergeld zurück oder mussten aufstocken.
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Insgesamt integrierten die Jobcenter 2024 rund 837.000 erwerbsfähige Leistungsbezieher in den Arbeitsmarkt. «Bedarfsdeckend», also ohne erneuten Bürgergeldbezug innerhalb von drei Monaten, waren davon jedoch nur 401.000 Fälle. Die Erfolgsquote sank damit auf 47,9 Prozent – nach 51,6 Prozent im Jahr 2021.
Besonders betroffen sind junge Menschen und Familien: Bei den unter 25-Jährigen gelang nur noch 46,3 Prozent eine dauerhafte Integration, bei Familien mit Kindern sogar nur 32,3 Prozent. Auch Ausländer kehren deutlich häufiger ins Bürgergeld zurück: Nur 44,7 Prozent konnten sich 2024 dauerhaft von staatlicher Unterstützung lösen, bei Deutschen waren es 51,4 Prozent.