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Jahrelang haben die Medien den WEF-Gründer Klaus Schwab hofiert. Jetzt drehen sie ihm aus jeder Kleinigkeit einen Strick. Das haben er und seine Frau Hilde nicht verdient

Gross ist die Empörung der Medienschaffenden zu den Anschuldigungen an die Adresse des WEF-Gründers Klaus Schwab mit Ehefrau Hilde. Ihnen wird vorgeworfen, Luxusreisen, Massagen in Hotelzimmern und Scheintermine auf Kosten des Weltwirtschaftsforums gebucht zu haben. Aber von wem?

Ja, das ist gerade die Krux, das weiss die Öffentlichkeit nicht. Schon vor Monaten sollen sich Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen über die Arbeitsbedingungen in der WEF-Zentrale in Genf schriftlich beschwert haben. Von einem toxischen Arbeitsplatz war die Rede. In den letzten Tagen sei ein weiterer anonymer Brief eingetrudelt, mit neuen Anschuldigungen.

© KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER
Hilde Schwab, co-founder WEF, and Klaus Schwab, founder WEF, pictured during the Crystal Award Ceremony on the eve of the 54th annual meeting of the World Economic Forum, WEF, in Davos, Switzerland, Monday, January 15, 2024
© KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER

Obwohl die Schwabs gegen die Vorwürfe gerichtlich vorgehen, hat sie der «Mainstream» fast schon schuldig gesprochen, wenngleich noch nicht alle Fakten auf dem Tisch liegen. Dieselben Medien, Tages-Anzeiger, Blick und so weiter, welche Schwab zuvor jahrezehntelang hofiert und bekniet haben, demontieren jetzt fast schon mit Wollust das Image des WEF-Gründers.

Ja, Klaus Schwab hat einen Fehler gemacht, er hat wahrscheinlich seinen Abgang verpasst. Das WEF ist sein Baby, das er hegte und pflegte. Und wie viele Eltern tut er sich schwer damit, loszulassen. Deshalb wird ihm nun sein Lebenswerk aus den Händen gerissen. Das ist seine persönliche Tragödie.

Die ganze Geschichte erinnert ein wenig an den Rücktritt des früheren Fifa-Präsidenten Sepp Blatter. Auch er wurde haufenweise mit Dreck beworfen. Die gesamte Weltpresse schoss sich auf den Walliser ein. Und was blieb am Ende übrig von den ganzen Anschuldigungen? Die Gerichte sprachen Blatter frei.

Das gleiche Schmierentheater wird jetzt auch gegen den WEF-Patron inszeniert, wahrscheinlich weil er wie Blatter weiterregieren wollte.

Wenn jemand wie Klaus Schwab und seine Frau so lange einen derartigen Dampfer wie das WEF durch stürmische Zeiten geleitet haben, werden sich leicht eine paar Fehler finden lassen, aus denen man ihnen einen Strick drehen kann. Diese sind, verglichen mit dem, was das WEF der Schweiz gebracht hat, peanuts.

Schwab hat top shots aus Wirtschaft und Politik zusammengebracht und den Bundesrat mit der Welt. Das WEF ist Schaulaufen der Schönen und Reichen, machmal halt auch etwas Karneval, und für Davos ein Bombengeschäft.
Die Weltwoche ist nicht die Zeitung, welche diesen Event wie andere Medien abgefeiert hat. Zu sehr entwickelte sich das WEF zur Moralisten-Party, wo sich gerade während des Krieges in der Ukraine die Entrüsteten Mut zuprosteten.

Auch das zur Schau gestellte Gutmenschengehabe konnte ganz schön nerven.

Aber was Klaus Schwab und seiner Gattin Hilde jetzt passiert, das haben sie nicht verdient.

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