Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Jagdgewehre und Appelle gegen Hass im Netz: Alte Posts der Mutter rücken nach Amoklauf von Tumbler Ridge in den Fokus

Anhören ( 2 min ) 1.0× +
Jagdgewehre und Appelle gegen Hass im Netz: Alte Posts der Mutter rücken nach Amoklauf von Tumbler Ridge in den Fokus
Jagdgewehre und Appelle gegen Hass im Netz: Alte Posts der Mutter rücken nach Amoklauf von Tumbler Ridge in den Fokus
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Nach dem Blutbad von Tumbler Ridge richtet sich der Blick auf das familiäre Umfeld des Täters, insbesondere auf dessen Mutter. Jennifer Jacobs, auch bekannt als Jennifer Strang, wurde von ihrem 18-jährigen transsexuellen Sohn Jesse Van Rootselaar in ihrem Wohnhaus erschossen.

Gerichtsdokumente aus dem Jahr 2015 zeigen, dass Jennifer Jacobs mit den Kindern jahrelang quer durch Kanada zog. Ein Richter sprach von einem «nahezu nomadischen Leben» zwischen Neufundland, Grand Cache und Powell River in British Columbia. Schliesslich wurde die Rückkehr nach British Columbia angeordnet. In den sozialen Medien präsentierte sich die Mutter mit einem Onlineauftritt, der von Waffenaffinität und der Positionierung gegen Transphobie geprägt ist.

Jagdgewehre und Appelle gegen Hass im Netz: Alte Posts der Mutter rücken nach Amoklauf von Tumbler Ridge in den Fokus

Ein Post aus dem Jahr 2021 von Jacobs, die online offenbar ihren Mädchennamen Strang für sich und ihre Kinder verwendete, zeigt bereits Jahre vor der Tat die Vorliebe ihres Teenage-Sohns für Schusswaffen. «Schaut euch den Youtube-Kanal meines ältesten Sohnes Jesse Strang an», sagte Jacobs im Beitrag. «Er postet über die Jagd, Selbstversorgung, Waffen und Dinge, die er gerne macht. Wie die New York Times berichtet, war Teenager Van Rootselaar im Besitz eines Waffenscheins für Minderjährige, der jedoch 2024 abgelaufen war. Der Youtube-Kanal, den Jacobs im Beitrag beworben hatte, wurde inzwischen gelöscht.

Auch CNN berichtete über alte Posts der Mutter. 2024 veröffentlichte Jacobs ein Foto eines Schranks mit offenbar sechs Jagdgewehren und schrieb dazu, es sei «wohl Zeit, sie wieder für etwas Zielübung herauszuholen». Im selben Jahr verteidigte Jacobs in einem ausführlichen Instagram-Beitrag Trans-Rechte und warnte vor Hass im Netz: «Als konservativ eingestellte Libertäre, die im Norden lebt und das Leben in einer Kleinstadt liebt, hoffe ich wirklich, dass der Hass, den ich online sehe, nur von gelangweilten alten Leuten stammt und kein echter Hass ist.» Man solle sich «weiterentwickeln» und es «besser machen und sich informieren, bevor man Unsinn online verbreitet». Weiter hiess es: «Wisst ihr eigentlich, wie viele Kinder sich wegen dieser Art von Hass das Leben nehmen? Bitte hört auf mit diesem Unsinn!»

Laut Royal Canadian Mounted Police wurden Jacobs und der elfjährige Bruder des Täters tot in einem Wohnhaus in Tumbler Ridge aufgefunden. Van Rootselaar erschoss anschliessend an der Tumbler Ridge Secondary School sechs weitere Menschen und starb durch einen selbst zugefügten Kopfschuss. Die Ermittlungen dauern an.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.