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«Ja, Richi!»: Kult-Auswanderer Hermann Schönbächler wehrt sich gegen Verletzung seiner Privatsphäre

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«Ja, Richi!»: Kult-Auswanderer Hermann Schönbächler wehrt sich gegen Verletzung seiner Privatsphäre
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Es ist fünfzehn Jahre her, seit der Berner Hermann Schönbächler mit seiner Familie ins kanadische Rosswood gezogen ist. Das Schweizer Fernsehen porträtierte den imposanten Forstwart in der Sendung «Auf und Davon». Eine Szene des Dokumentarfilms von 2012 gehört mittlerweile zum helvetisch-medialen Kulturgut: Schönbächler sitzt mit seinem 5-jährigen Sohn Richi im Bagger und will ihm beim Aussteigen helfen. Dabei fällt der Knabe aus dem Bulldozer. «Ja, Richi, i ha gseit, du söusch di guet häbe», ruft Vater Schönbächler empört.

«Ja, Richi!»: Kult-Auswanderer Hermann Schönbächler wehrt sich gegen Verletzung seiner Privatsphäre

In den sozialen Medien zum Dauerbrenner geworden, kennt diesen Filmausschnitt mittlerweile jedes Kind. Er wurde x-mal parodiert, man kann «Richi»-Spass-Artikel kaufen, die Band Stubete Gäng verarbeitete Schönbächlers Schimpfis gar zu einem Song. Dieser wiederum hat es in die Eishockeystadien geschafft. Wenn die Schweizer Nationalmannschaft ein Tor schiesst, erklingt «Richi».

Nun hat sich die Familie Schönbächler auf Facebook zu Wort gemeldet. Sie beschwert sich, dass die Privatsphäre Richis verletzt werde, und darüber, dass aus dem Clip Kapital geschlagen werde:

«Die mit Gewinnabsichten produzierten und vertriebenen ‹Fanartikel› (Sprüche, Aufkleber, Socken, Bücher, Spiele, Musik…) wurden ohne unser Wissen und ohne unser Einverständnis produziert und vertrieben, und wir haben auch nie einen monetären Anteil erhalten», schreiben die Schönbächlers.

Und: «Der absolute Höhepunkt der Respektlosigkeit ist der ‹Richi Song› der Stubete Gäng, in dem die Musiker so weit gegangen sind, dass sie ohne Erlaubnis von uns oder dem SRF Hermanns Stimme und Zitate brauchen und insbesondere mit ihrem Text die Privat- und Intimsphäre unseres minderjährigen Sohnes verletzen.»

Die Schönbächlers weiter: «Dieser Song, produziert mit kommerzieller Absicht und ohne unser Wissen und ohne unser Einverständnis, verletzt die Würde unseres Sohnes und damit auch von den anderen Mitgliedern der Familie.»

Und schliesslich: «Wir, die Eltern, unsere Familien und Freunde und alle verantwortungsvollen Eltern, mit denen wir diese Sache diskutiert haben, sind darüber entsetzt und enttäuscht. Wir distanzieren uns klar von allen diesen Machenschaften und möchten alle bitten, diese Angelegenheit nicht noch mehr aufzubauschen, sondern es nach all diesen Jahren endlich ruhen zu lassen und unseren Kindern Respekt und Distanz zu geben. Danke für euer Verständnis.»

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